Rena

Erneut Öl-Alarm vor Neuseeland

  • Manuela Just
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Erneut herrscht Öl-Alarm vor Neuseelands Küste: Das Wrack des Containerschiffs Rena ist in stürmischer See auseinandergebrochen. Der WWF warnt vor Umweltschäden durch Öl und Ladung.

Das Containerschiff Rena ist im Oktober 2011 vor der Küste Neuseelands havariert und dieses Wochenende bei einem Sturm auseinandergebrochen. Das Heckteil ist vom Astrolabe Riff abgerutscht und versinkt. Das noch im Heck befindliche Öl fliesst dabei ins Meer. Dem neuerlichen Ölteppich werden in dem artenreichen Gebiet laut WWF wieder Seevögel zum Opfer fallen.

Neben den kurzfristigen Umweltfolgen befürchtet der WWF auch langfristige Schäden am Riff und in den sensiblen Lebensräumen der  Flussmündungen. Das Abrutschen des Schiffshecks hat wahrscheinlich weitere Schäden an den empfindlichen Riffstrukturen verursacht. Ausserdem dürfte eine Bergung des Wracks schwierig sein. Bleibt das Wrackteil am Meeresboden können weitere giftige Substanzen austreten.

Auch die über Bord gegangenen Container können Umweltschäden verursachen. Wegen biologisch abbaubare Substanzen können Lebensgemeinschaften am Riffkörper ersticken, weil der lokale Sauerstoffgehalt sinkt. Meeresschildkröten oder Seevögel können sich in Plastikteilen verfangen und ersticken oder ertrinken. Wenn sich das Plastik schliesslich zersetzt, gelangen die kleinen Partikel in die Nahrungskette.

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Bild: New Zealand Defence Force from Wellington, New Zealand (Wikimedia Commons)

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