Windpark1

Erneuerbare und naturfreundliche Energie

  • Monika Jung
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Windpark1Die BKW AG gab am 10. Januar 2011 bekannt, ihr Ausbauziel im Inland bei den erneuerbaren Energien um 40% zu senken. Das ist ein fragwürdiges energiepolitisches Signal. Geradezu grotesk ist die Begründung des Unternehmens: Es erwachse den Projekten für erneuerbare Energie zuviel Widerstand – auch von Seiten der Umweltverbände. Nur bei rund einem Dutzend von schweizweit mehreren Hundert Energieprojekten lässt Pro Natura auf begründeten Verdacht hin die Rechtmässigkeit prüfen.

Pro Natura steht klar ein für den Ausbau von erneuerbaren Energien. Dabei müssen Projekte zur Stromproduktion wie andere Bauprojekte den Umweltvorschriften Rechnung tragen. Im Bereich Windkraft und Kleinwasserkraftwerken hat die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) eine Goldgräberstimmung ausgelöst mit mehreren Hundert geplanten Projekten. Bei rund einem Dutzend musste Pro Natura Einsprache gegen die Projekte einreichen. «Es ist bezeichnend, dass die BKW bei den erneuerbaren Energien auf schwachen Gegenwind heftig reagiert, gleichzeitig aber die Option Atomkraft gegen alle erdenklichen Widerstände hochhält», urteilt Rico Kessler, Leiter der Abteilung Politik und Internationales bei Pro Natura. «Die AKW-Betreiberin BKW unterstreicht mit ihrer Haltung, dass es ihr mit dem Ausbau der Erneuerbaren nicht besonders ernst ist», so Kessler weiter. Einig ist Pro Natura mit der BKW darin, dass der KEV-Boom bedeutend besser koordiniert und raumplanerisch begleitet werden muss. Die heutige Situation ist sowohl für Promotoren von Projekten wie für Verbände unübersichtlich. Hier stehen das Bundesamt für Energie BFE und die Kantone in der Pflicht.

Weitere Informationen (Artikel im Tagesanzeiger)

Pro Natura

Stiftung Landschaftschutz Schweiz SL

Bild: Philipp Hertzog/wikimedia

1 Kommentar

  • Andreas Moser

    Es gibt wirklich genug Möglichkeiten erneuerbare Energien zu Nutzen, und zwar umweltfreundlich.
    Die sollen einfach mal den Finger rausnehmen. Aber das wollen die nicht, die wollen uns weiter dem Atomrisiko aussetzen. Traurig

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