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Erfolgreicher Solar-Sommer

  • Judith Schärer
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Spätestens an diesem kalt-feuchten Wochenende ist der Hitzesommer 2015 eher in die hinteren Gefilde der Erinnerung gerutscht. Doch ein Rückblick lohnt sich: Nicht nur für Freizeit- und Ferienunternehmungen war das diesjährige Wetter herrlich – auch energietechnisch hat sich der sonnenintensive Sommer ausgezahlt.  

Eine provisorische Auswertung der Stromverbrauchszahlen und der in der Schweiz installierten Photovoltaikanlagen zeigt, dass während der Schönwetter- und Hitzeperiode, die Ende Juni begann, die Produktion der Solaranlagen im Durchschnitt rund 5 Prozent zum Strombedarf beitrug. Somit leistet Solarstrom einen wichtigen Beitrag zur sicheren Stromversorgung unseres Landes, wie der Schweizerischer Fachverband für Sonnenenergie (Swissolar) erklärt. Im diesjährigen Sommer lagen die Spitzenwerte an Sonntagen sogar bei rund 20 Prozent. Hervorzuheben ist dabei, dass die Photovoltaikanlagen genau dann Strom liefern, wenn dieser am meisten gebraucht wird, nämlich über Mittag. Man spricht auch von Spitzenenergie. Mit der Klimaerwärmung wird der Bedarf an Kühlung in den Mittagsstunden und damit der Strombedarf weiter steigen.

Photovoltaik übernimmt damit vermehrt die Rolle, die früher von Pumpspeicherwerken übernommen wurde. Neu können diese Werke billigen Solarstrom während der Mittagsspitze zum Pumpen verwenden, um anschliessend während den Morgen- und Abendspitzen Strom zu produzieren. So ergänzen sich Solarenergie und Wasserkraft gut, und zwar auch im Jahresverlauf: Speicherkraftwerke (ohne Pumpspeicherung) müssen dank Solarenergie im Sommerhalbjahr weniger stark genutzt werden, womit die Wasserreserven stärker im Winterhalbjahr eingesetzt werden können.

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