© Markus P. Stähli
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Erfolgreiche letzte Auswilderungsaktion im Calfeisental

  • Nicole Wabersky
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Den beiden an Auffahrt ausgewilderten Bartgeiern Schils und Noel-Leya geht es gut. Bald werden sie mit ihren Artgenossen um die Wette fliegen. Während Noel-Leya bereits vor einigen Tagen den Zaun rund um den Futterplatz überflog, startete Schils am Sonntag um 12:56 Uhr seinen ersten Flug.

Am Mittwochnachmittag wagte es Schils zum ersten Mal, den Bereich des Horstes zu verlassen. Er zeigt die typischen Verhaltensweisen von Bartgeiern vor dem ersten Flug, wie Umherhüpfen, Flugübungen machen und die Gegend beobachten. «Er ist kurz vor dem Ausfliegen», wusste Wildhüter Rolf Wildhaber und erzählte gleich noch eine Geschichte:

Am Montag seien Sardona und Madagaskar zu Besuch gewesen. Die 2010 und 2011 ebenfalls im Calfeisental ausgewilderten Bartgeier hätten sich mit einem Brocken Fleisch aus der Futterstelle bedient und sich dann zu ihren jungen Artgenossen gesellt.

Wann immer er Zeit findet, verfolgt Regierungsrat Benedikt Würth im Bilderblog von bartgeier.ch die Abenteuer der beiden Jungvögel. Als Verwaltungsratspräsident der St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) ist er quasi der Götti von Schils. Die SAK hat mit ihrer Namenspatenschaft der letzten Auswilderungsaktion von Bartgeiern im Kanton St.Gallen Flügel verliehen.

Schils und Noel-Leya erhalten vom Betreuerteam noch so lange Futter, bis sie in der Lage sind, sich selbständig zu versorgen. Im Herbst baut das Team der Stiftung Pro Bartgeier, welche die Wiederansiedlung der Bartgeier in der Schweiz durchführt, sämtliche Installationen ab und führt die Bartgeierauswilderungen im 2015 in der Zentralschweiz fort.

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