Grimselpass-1

Erfolg im Grimselgebiet

  • Monika Jung
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Grimselpass-1Die Umweltverbände begrüssen die vom Kanton Bern vorgestellte Sanierungsverfügung. Sie wird bei einer minimalen Einbusse an Stromproduktion die stark genutzten Hauptgewässer im Oberhasli für Natur und Tourismus wesentlich aufwerten. Die Umweltverbände haben intensiv an diesem erfreulichen Ergebnis mitgewirkt. Die Verfügung wurde in der Begleitgruppe zu den KWOplus-Projekten vorbereitet, in der der Kanton, die KWO AG, die Region Oberhasli, die Fischereiverbände und die Umweltorganisationen vertreten sind.

Wasserentnahmen zur Stromproduktion, welchen vor Inkrafttreten des Gewässerschutz-Gesetzes (GschG) 1991 die Konzession erteilt wurde, müssen bis 2012 saniert werden. Der Kanton Bern legt nun die gesetzlich vorgeschriebene Sanierungsverfügung für die genutzten Gewässer im Oberhasli vor. Sowohl die nationalen als auch die regionalen Umweltverbände verzichten auf Einsprache und stellen sich hinter das in einem Begleitgruppen-Prozess erarbeitete Verhandlungsresultat.

«Die Sanierung der Wasserentnahmen im Grimselgebiet ist für die Umwelt wie für die Wirtschaft ein Gewinn: Mit einer minimalen Einbusse an Stromproduktion wird viel für die Ökologie der Gewässer erreicht», urteilt Otto Sieber, Pro Natura Zentralsekretär. Bis heute sind praktisch alle Bäche durch die Wasserkraftnutzung an der Grimsel phasenweise trockengelegt. Mit der Sanierung werden ab 2012 elf von der KWO AG genutzten Bäche wieder Wasser führen. «Damit werden die Hauptgewässer im Oberhasli wieder zu einigermassen naturnahen Lebensräumen und damit zu Fischgewässern», unterstreicht Hans-Peter Fricker, Geschäftsführer des WWF Schweiz.

Die Umweltverbände machen deutlich, dass das Ja zur Sanierungsverfügung keine Zustimmung zu den neu zu konzedierenden Projekten Tandem (Handeck, Innertkirchen), Grimsel 3 und Staumauer-Erhöhung vorwegnimmt. Zu diesen Projekten werden sich die Organisationen äussern, wenn sie aufgelegt sind.

Weitere Informationen

Grimselverein

Bild: Clément Dominik/wikimedia

1 Kommentar

  • hermann pieren

    ich bin mit den bemühungen zum schutz des naturgebietes am unteraarsee absolut einverstanden. wieso organisiert der verein oder verband der sich für diesn schutz einsetzt im sommer nicht eine wanderung von der staumauer zu disem gebiet. ich warte auf ihre antwort und verbleibe mit freundlichen grüssen h.pieren

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