Erfolg für die Tiere!

  • Corinna von Kürthy
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Am 11.3 trat in Europa die letzte Stufe für das Verbot von Tier- versuchen für Kosmetik in Kraft. Danach dürfen in der ganzen EU an Tieren getestete Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffe, auch wenn sie ausserhalb der EU getestet wurden, nicht mehr verkauft werden.

Es blieb spannend bis zum Schluss. Noch vor nicht langer Zeit war ungewiss, ob der Termin 11. März 2013 nicht um 10 Jahre ver- schoben, oder die Richtlinie verwässert wird. Doch die jahrelangen Proteste und Kampagnen der Tierversuchsgegner haben gewirkt.

Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) ist erfreut über diesen grossartigen Erfolg für die Tiere und für eine zukunftsweisende Forschung, und engagiert sich für ein weltweites Verbot von Tierversuchen für Kosmetik.

Auch wenn dieser Erfolg auf den ersten Blick nicht allzu bedeutend erscheinen mag, da es nur einen relativ kleinen Bereich der Tierversuche betrifft, erwartet die AG STG daraus eine grosse und nachhaltige Veränderung. Denn die in den letzten Jahren infolge des anstehenden Verbotes entwickelten tierversuchsfreien Testmethoden lassen sich nicht nur für Kosmetik- rohstoffe einsetzen, sondern für sämtliche Forschungsbereiche.

“Wir sind überaus glücklich über diesen grossen Erfolg und möchten uns an dieser Stelle bei allen Unterstützern unserer Kampagne für ihren jahrelangen Einsatz bedanken.“ erklärt ein zufriedener Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG. Mit Blick auf die Zukunft sagt er: „Handel und Wirtschaft jammern schon lange, weil sie infolge der Richtlinie Produkte, die für den europäischen Markt konzipiert sind, in China und den USA nicht verkaufen können, und umgekehrt. Das Ziel darf nun aber nicht eine Verzögerung oder Verwässerung der Richtlinie sein, sondern dass die restliche Welt die europäischen Testmethoden anerkennt und übernimmt.“

Die Organisation AG STG empfiehlt weiterhin ausschliesslich die aufgelisteten Firmen der Plattform www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch. Denn zum einen können Firmen weiterhin Tierversuche für Produkte für aussereuropäische Märkte durchführen, und zum anderen werden die meisten Rohstoffe nicht hauptsächlich für Kosmetik entwickelt und somit weiterhin in Tierversuchen getestet.

Die AG STG fordert ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, muss sie sich vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Forschung. 
Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren und stattdessen in die Zukunft zu investieren.

Bild: Rama [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Weitere Informationen

Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner AG STG

1 Kommentar

  • Manuela T.

    Super, Gratuliere :-) Das wurde auch mehr als höchste Zeit.
    Nun müssen diese Testmethoden schnellstens in der Toxikologie und in der Medikamentenentwicklung Eingang finden. Weiter so!

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