© baerchen57 [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Erfolg für den Vogelschutz: Frühlingsjagd vorzeitig abgebrochen!

  • Kathrin Ruprecht
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Grosser Erfolg für den Vogelschutz! Die umstrittene Frühlingsjagd auf Malta ist frühzeitig abgebrochen worden. Der Abschuss eines Turmfalken über einem Schulhof und der Abschuss anderer geschützten Arten führte zur vorzeitigen Beendigung der Jagd.

Nach dem herben Schlag, dem Ja der maltesischen Bevölkerung zur Frühlingsjagd, ist nun doch wieder ein Erfolg zu verzeichnen. Die Jagd auf Turteltauben und Wachteln im Frühjahr wurde nach nur zwei Wochen beendet. Grund dafür ist der Abschuss anderer Vogelarten. Das Komitee gegen den Vogelmord, welche jeweils vor Ort ist um Jagdvergehen aufzudecken, hatte mehrere geschossene Kuckucke und einen angeschossenen Turmfalken gefunden.

Maltas Premierminister hat darauf am Montag die Jagdsaison für beendet erklärt. Damit hat er sein Versprechen, die Jagd bei Jagdvergehen abzubrechen, gehalten. Auch sind am folgenden Tag keine Schüsse zu abgefeuert worden, meldet das Komitee freudig. Die Jäger ihrerseits sind enttäuscht von der Entscheidung des Premierminister. Die Jagdsaison zu beenden aufgrund weniger Wilderer sei unfair gegenüber den regeltreuen Jäger.

Die Frühlingsjagd auf Malta steht schon länger in der Kritik. Die Jagd im Frühling steht im Widerspruch zu den EU-Vogelschutzrichlinien. Eine Sonderbewilligung wurde aber trotzdem immer wieder für die Frühlingsjagd in Malta ausgegeben. Das Problem dieser Tradition besteht darin, neben der häufigen Wilderei anderer Vogelarten, dass die Vogelpopulationen bei Jagden im Frühjahr stark geschwächt werden.

 

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