Entwurf für neues Tierschutzgesetz stösst auf Enttäuschung

  • Redaktion Naturschutz
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Der Ständerat hat am 9. Oktober die Revision des Tierschutzgesetzes gutgeheissen. Der neue Gesetzesentwurf ist die Antwort auf die Volksinitiative „Tierschutz – Ja!“. Der Ständerat hoffe, dass der Schweizer Tierschutz aufgrund der vom Parlament ausgearbeiteten Gesetzesänderung sein Begehren zurückziehe oder dass der Vorschlag der Regierung in einer Abstimmung bestehen könne. Es sei alles unternommen worden, um den Tierschutzorganisationen entgegen zu kommen, zitiert die SDA die Kommissionspräsidentin Christiane Langenberger. Im Spannungsfeld zwischen der Würde des Tieres und den Interessen des Menschen habe man aber auch bäuerlichen Anliegen Rechnung getragen.

Der Schweizer Tierschutz STS hingegen ist enttäuscht, dass der Ständerat die wirtschaftlichen Kriterien der Landwirtschaft grundsätzlich über den Schutz der Tiere stellt. Er bedauert, dass der Erstrat nicht bereit war, substanzielle Nachbesserungen zum Entwurf des Bundesrates zu verabschieden. Nun richtet sich die Hoffnung der Tierfreunde auf den Nationalrat, welcher immer noch die Möglichkeit hat, das neue Tierschutzgesetz als annehmbaren indirekten Gegenvorschlag zur VolksiInitiative auszugestalten. Anderenfalls wird der STS den Abstimmungskampf nicht scheuen, um den heute noch zulässigen legalen Tierquälereien einen Riegel zu schieben.

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