Energiewirtschaft will neues Atomkraftwerk

  • Redaktion Naturschutz
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Die Pläne für ein neues Atomkraftwerk, das drei alte Reaktoren ersetzen soll, stossen in der Politik auf unterschiedliches Echo. Das Bundesamt für Energie BFE prüft derzeit eine Variante, den Ersatz alter durch neue AKW. Hintergrund der Diskussion ist die Tatsache, dass die beiden Atomreaktoren in Beznau und Mühleberg ab 2020 aus Altersgründen stillgelegt werden müssen.
Dass bereits heute über den Bau eines neuen AKWs diskutiert würde, begrüssen FDP und SVP mit Blick auf die langen Bewilligungsverfahren. 14 Jahre dauert es, bis mit dem Bau begonnen werden kann – sofern das Stimmvolk Ja sagt. Für die Grünen kommt das gar nicht Frage. Sie bestreiten nicht nur, dass ein AKW wirtschaftlich betrieben werden kann, wenn alle Kosten – auch jene der Abfallentsorgung – eingerechnet werden. Sie sind auch überzeugt, dass die fehlende Energie auf anderen Wegen ersetzt werden kann: Energieeffizienzsteigerung und Förderung alternativer Energien. Die SP wehrt sich ebenfalls gegen ein neues AKW und fordert die Umweltverbände auf, sich jetzt schon zu wehren. Auch der WWF und die Schweizerische Energiestiftung haben sich bereits gegen den Bau eines neuen AKWs ausgesprochen.

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