Bild: Tony Boon (http://www.tonyboon.co.uk) [GPL] via Wikimedia Commons
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Energiewendchen statt Energiewende

  • Daniela Cervenka
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Der Bundesrat hat die Notwendigkeit der Energiewende mit der Energiestrategie 2050 erkannt und geht damit grundsätzlich in die richtige Richtung. Den Umweltverbänden gehen die Massnahmen zur Energiewende aber nicht weit genug.

Wie der WWF Schweiz in seiner Medienmitteilung schreibt, begrüsst er zwar die Streichung der Subventionen für fossile Kleinkraftwerke, jedoch sei die Vorlage ungenügend. Statt einer Energiewende resultiere eher ein Energiewendchen. Vor allem im Bereich Energieeffizienz fehlen wirksame Massnahmen, wie eine Energie-Lenkungsabgabe. Zusätzlich bemängelt der WWF, dass das CO2-Gesetz verwässert wird und der Bau von klimaschädigenden grossen Gaskraftwerken nach wie vor geplant ist.

Ebenfalls unzufrieden über die halbherzige Energiewende ist der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz. Sie sind bestürzt, dass der Bundesrat die Energiewende zu einem grossen Teil auf Kosten der Natur realisieren will. Indem der Bundesrat bereits wenigen Windanlagen und einzelnen Kleinwasserkraftwerken „nationale Bedeutung“ beimessen will, erweist er der Energiewende einen Bärendienst, schreibt der Schweizer Vogelschutz.

Dass die Vorlage für die bestehenden AKW weder eine Abschaltregelung noch fixe Laufzeiten enthalten, bemängelt die Schweizerische Energiestiftung (SES). Die Schweizer AKW sollen laut Gesetz laufen „so lange sie sicher sind“. Dies sei für die Sicherheit der Bevölkerung verheerend, da für die Beurteilung der Sicherheit keine harte Wissenschaft herbeigezogen werden kann.

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