Die Schweiz kann sie von zahlreichen Ländern ein Beispiel punkto Enregieeffizienz nehmen. | © Lollie-Pop, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Die Schweiz kann sie von zahlreichen Ländern ein Beispiel punkto Enregieeffizienz nehmen. | © Lollie-Pop, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Energiestrategie: Schweiz kann von Ausland lernen

  • Amanda Buol
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Die kommende Frühlingssession steht erneut im Zeichen der Energiestrategie. 40 Prozent des heute verbrauchten Stroms wird unnötig verschwendet. Der Nationalrat entscheidet, ob diese Stromverschwendung entschlossener angepackt wird. Erfahrungen im Ausland zeigen, dass mit Stromeffizienz alle gewinnen.

Am 2. März 2016 entscheidet der Nationalrat, ob die Energieeffizienz auch in der Energiestrategie 2050 das nötige Gewicht erhält. Denn eine Zustimmung von National- und Ständerat für das Stromeffizienz-Modell für Netzbetreiber könnte sich zu einem lohnenswerten Geschäft entwickeln mit geringem bürokratischen Aufwand, schreibt der WWF Schweiz. Denn mit Energiesparen lässt sich Geld verdienen. Kalifornien konnte bereits vor 40 Jahren mit einem ähnlichen Modell seinen Stromverbrauch pro Kopf stabilisieren. Wie viele andere Länder ist inzwischen auch China diesem Modell gefolgt. Der am Mittwoch diskutierte Vorschlag für die Schweiz orientiert sich am besonders erfolgreichen dänischen Modell. Seit dessen Einführung 2006 sinkt der Stromverbrauch in Dänemark trotz Bevölkerungswachstum stetig.

Strom ist hierzulande im Europavergleich rekord-billig, wie ein neuer Zahlenvergleich des WWF Schweiz zeigt. Einzig in Luxemburg müssen die Menschen noch weniger von ihrem Einkommen für den Strom ausgeben (Daten: Eurostat, BfE, BfS). Die unerfreuliche Folge ist die unnötige Verschwendung des Stroms von fast 40 Prozent des heute in der Schweiz verbrauchten Stroms. Das sei ökologisch wie wirtschaftlich bedenklich, so der WWF. Weniger Stromverschwendung bringe mehr Versorgungssicherheit, insbesondere im Winter. Dies erleichtere die zügige Stilllegung der alten AKWs. Ausserdem würden alle profitieren: Stromkunden von einer tieferer Rechnung, die Umwelt dank weniger Kraftwerken und die Verteilnetz-Betreiber dank der Möglichkeit, mit Energieeffizienz ein neues Geschäftsfeld zu eröffnen.

1 Kommentar

  • Hanspeter Polla

    Feststellung: trotz Sparmassnahmen steigen die Aufwände der öffentl.-Beleuchtung. Seit ELCOM-Einführung bezahlen die Einwohner den öffentlichen Stromverbrauch und die Instandhaltung mit den „Abgaben“ von und bis ca. 50-80 CHF pro Haushalt. Das sind umgerechnet ca. 100 Mio. CHF – Der Strompreis und die Ausgaben in der öffentliche Beleuchtung wurden massiv erhöht bzw. explodierten. . Wie lange müssen die Strombezüger diese Abzöckerei noch akzeptieren?

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