Die Energiestrategie 2050 setzt mehr auf erneuerbare Energie. | © Nico Kaiser, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Die Energiestrategie 2050 setzt mehr auf erneuerbare Energie. | © Nico Kaiser, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Energiestrategie 2050 heisst: Kein Import von Erdöl und Uran

  • Cécile Villiger
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Die Energiestrategie 2050 ist ein gelungenes Gesetzeswerk. Sie unterstützt die laufende Energiewende. Mit der Energiestrategie 2050 nutzt die Schweiz heimische, erneuerbare Energie. Es sollen keine Milliarden mehr ausgegeben werden für Energie-Importe wie beispielsweise Erdöl und Uran.

Im Mai dieses Jahres wird das Schweizer Volk über die Energiestrategie abstimmen. «Wir sind überzeugt, sie ist ein sehr guter Deal», sagt Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz. «Die Energiestrategie ist ein Kompromiss, durch sie realisieren wir eine bessere, sicherere Schweizer Energieversorgung und gleichzeitig setzen wir uns für mehr Natur- und Klimaschutz ein.» Deshalb steht auch eine breite Koalition aus Bundesrat, Parlament, Parteien und Schweizer Organisationen aus den Bereichen Heimat-, Natur-, und Umweltschutz hinter der Strategie, so der WWF in seiner Pressemitteilung.

«Ein JA zur Energiestrategie ist ein JA zum Wirtschafts- und Innovationsstandort Schweiz», so Vellacott weiter. «Wir wollen keine Milliarden mehr ausgeben für die jährlichen Energie-Importe. Mit der Energiestrategie 2050 bleibt viel von diesem Geld in der Schweiz und wird hier in erneuerbare Energie investiert. Damit gewinnt das Gewerbe, damit werden Arbeitsplätze geschaffen, damit sinkt die Abhängigkeit vom Ausland.»

Durch die Energiestrategie 2050 werden alle Schweizerinnen und Schweizer nicht nur von einer langfristig sauberen und intakten Umwelt profitieren, «sie verdienen damit auch noch Geld. Denn warum aus dem Ausland teure umweltschädliche Energie einführen, wenn sie in der Schweiz aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist», fasst Vellacott nach. Insgesamt 40’000 Energieprojekte stehen auf der KEV-Warteliste (KEV: Kostendeckende Einspeisevergütung) des Bundes bereit und können umgesetzt werden. Auch das Resultat der Atomausstiegsinitiative verdeutlicht die Dringlichkeit: Das Volk will den Atomausstieg, will die Energiewende. Der schrittweise Ausstieg aus den fossilen Energieträgern ist anerkannte Notwendigkeit.

Vellacott mahnt, dass wenn die Schweiz heute nicht auf den fahrenden Zug der Energiewende aufspringe, werde sie im internationalen Vergleich für Jahrzehnte abgehängt. Investitionen in erneuerbare Energien seien die Zukunft, seien selbstverständlich, nicht nur in der Schweiz. «Die Energiestrategie ist nun das Instrument der Wahl. Jetzt heisst es vorwärtsgehen» so Vellacott und resümiert: «Die Energiestrategie ist sehr breit abgestützt, die extremen Gegner haben keine Alternative.»

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