Präsidentin Trägerverein Energiestadt Barbara Schwickert © Energiestadt
Präsidentin Trägerverein Energiestadt Barbara Schwickert © Energiestadt

Energiestädte sind Vorreiter der Energiestrategie 2050

  • Kathrin Ruprecht
  • -

Was haben Altbüron LU, Bettwiesen TG, Hofstetten-Flüh SO und Mettmenstetten ZH gemeinsam? Sie alle haben 2014 das Label Energiestadt zum ersten Mal erhalten. Sie wollen weniger Energie verbrauchen und mehr erneuerbare Energie wie Wasserkraft oder Solarstrom nutzen. Sie zeigen, dass auch kleine Gemeinden Grosses zu einer umweltfreundlichen Energiepolitik beitragen können.

Verliehen wird das Label vom Trägerverein Energiestadt. «Unabhängig von der Beratung im Parlament setzen die Energiestädte die Energiestrategie 2050 des Bundes bereits um», sagte Präsidentin Barbara Schwickert an der Mitgliederversammlung in Vaduz. «Energiestadt kann jede Gemeinde werden, die sich für Energieeffizienz und erneuerbare Energie einsetzt, egal wie gross sie ist. Wir sind stolz, Gemeinden in allen Regionen zu unserem Kreis zählen zu dürfen.»

Höhere Lebensqualität für 4,4 Millionen Menschen

Seit Anfang 2014 haben 25 Gemeinden das Energiestadt-Label erstmals erhalten, schreibt Energiestadt. Die Gesamtzahl der Energiestädte beträgt nun 364. In ihnen leben 4,4 Millionen Menschen, die Hälfte der Schweizer Bevölkerung. «Sie profitieren von effizienter und umweltfreundlicher Energieversorgung, von spürbar höherer Lebensqualität und von einer Stärkung der regionalen Wirtschaft», sagte Barbara Schwickert. 6 Gemeinden erhielten 2014 erstmals das GOLD-Label, ein Rekord. Die 32 Schweizer Gold-Städte erfüllen nicht nur 50%, sondern 75% der Vorgaben.

Vier von zehn Energiestädten haben weniger als 5000 Einwohner. Seit 2014 tragen auch Altbüron LU, Bettwiesen TG, Hofstetten-Flüh SO und Mettmenstetten ZH das Label. Sie und viele weitere kleine Ge- meinden tragen Grosses zu einer umweltfreundlichen Energiepolitik bei.

Dem Trägerverein Energiestadt gehören 644 Gemeinden an. Energiestadt bildet einen zentralen Teil des Programms «EnergieSchweiz für Gemeinden» des Bundes.

Liechtenstein zu 100% zertifiziert

In Liechtenstein sind alle 11 Gemeinden Energiestädte, darunter Planken mit nur 430 Einwohnern. Josef Biedermann, Vorsitzender der Energie- und Umweltkommission, stellte an der Versammlung des Trägervereins in Vaduz einige der Massnahmen Plankens vor. Die Gemeinde versorgt die eigenen Gebäude ausschliesslich mit Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie, schaltet in der Nacht die Strassenbeleuchtung ab und produziert mit der Trinkwasserleitung Strom. Sie fördert die wärmetechnische Sanierung von Privathäusern und thematisiert den Umgang mit Energie auf spielerische Art in der Primarschule. Zurzeit prüft sie die Möglichkeit, den Bewohnern ein e-Mobil zur Verfügung zu stellen.

Zur vollständigen Medienmitteilung

Beitrag kommentieren