© Giligone [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Energiesparlampen – so ein Bruch?

  • Nora Kieselbach
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Ab dem 1. September ist Schluss mit den herkömmlichen Glühbirnen. Dann verschwinden sie ganz aus den Regalen und machen endgültig den Energiesparlampen Platz. Doch diese sind umstritten, da sie als gesundheitsschädigend gelten; Gesundheitspolitiker fordern gar bereits ein Verbot, berichtet nachhaltigleben.ch.

Energiesparlampen bestehen aus einer Leuchtstoffröhre, welche mit einem Gas gefüllt ist das unter anderem Quecksilber enthält. Das Gas erzeugt bei eingeschalteter Lampe UV-Strahlung, die anschliessend in das für uns sichtbare Licht umgewandelt wird. Eingeschaltet geben Energiesparlampen aufgrund einer oft undichten Innenbeschichtung eine konstante UV-Strahlung ab. Und zerbricht einmal eine Röhre, kann das hochgiftige Quecksilber austreten.

Setzt man sich zu lange dem Licht einer undichten Energiesparlampe aus, kann das unter anderem Hautrötungen hervorrufen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt daher diejenigen Energiesparlampen zu kaufen, welche die Form einer herkömmlichen Glühbirne haben. Diese sind mit einer zusätzlichen Schutzhülle überzogen, um den Austritt von UV-Strahlung besser zu verhindern. Und bei Lampen mit einem sogenannten Bruchschutz ist bei einem Bruch die Gefahr von auslaufendem Quecksilber verringert.

Energiesparlampen erzeugen zudem ein elektrisches Feld, welches aber einer gewissen Stärke beim Menschen zu Muskel- und Nervenstörungen führen kann. Daher wurde ein Richtwert für diese Strahlung festgesetzt: überschreitet eine Lampe diesen Wert, wird sie aus dem Verkauf genommen. Gemäss Untersuchungen des BAG kommen verschiedene in der Schweiz erhältliche Energiesparlampen zwischen 10 und 55 Prozent an den festgelegten Grenzwert heran, wenn direkt an der Lampe gemessen wird; bei zunehmendem Abstand zur Sparlampe nimmt die Strahlung rapide ab. Für einen Menschen, der sich nicht ständig in unmittelbarer Nähe zur Energiesparlampe aufhält, sollte daher die Gefahr einer Gesundheitsschädigung gering sein, kommuniziert das BAG.

Geht  jedoch einmal eine Röhre zu Bruch, müssen ein paar wichtige Verhaltensregeln befolgt werden:

  • schnell wie möglich lüften, und zwar vor, während und nach der Reinigung
  • zum aufwischen Gummihandschuhe verwenden, um einen Kontakt mit dem Quecksilber zu vermeiden
  • Überreste, der Sparlampe wie Splitter und Staub auf glatten Flächen mit einem geknickten Karton zusammenkehren und aufsammeln. Danach mit einem feuchten Papier nach wischen.
  • Alle Rückstände und Reinigungsmaterialien in ein luftdichtes Konservenglas geben
  • Anschliessend das Glas zur Sammelstelle für elektronische Geräte oder zu einer Verkaufstelle bringen


Weitere Informationen

Bundesamt für Gesundheit BAG

Bild: Giligone [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

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