EnergieSchweiz an Messe Swissbau

  • Gavino Strebel
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Energie SchweizIn der Schweiz stammen über 40 Prozent der CO2-Emissionen aus Gebäuden, verursacht durch den hohen Energieverbrauch beim Heizen, Kühlen und bei der Warmwasseraufbereitung. Durch energieeffiziente Gebäudesanierungen lässt sich dieser Verbrauch halbieren. Das spart Energiekosten und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Der Bund setzt hier mit dem Programm EnergieSchweiz an. An der kommenden Swissbau in Basel vom 12. bis am 16. Januar 2010 nimmt der Bund zusammen mit den Kantonen teil und präsentiert eine Sonderschau unter dem Titel «Gebäude erneuern – Energieverbrauch halbieren – Bildungsangebot nutzen». Die Swissbau gilt mit ihren rund 120 000 Besucherinnen und Besuchern als die bedeutendste Fachmesse für die Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz. Zu den wichtigsten Zielgruppen gehören Handwerker und Planer sowie Immobilienbesitzer. Inhaltlich setzt die Swissbau 2010 auf die Themen nachhaltiges Bauen und Energieeffizienz.

Die Sonderschau von EnergieSchweiz verschafft den Hauseigentümern einen raschen Überblick, wie sie die Gebäudehülle optimal dämmen können. Ein wichtiges Instrument dafür ist der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK), welcher die energetische Qualität eines Hauses visualisiert und konkrete Empfehlungen für Verbesserungen aufzeigt. Die Fachleute am EnergieSchweiz-Stand informieren auch, wie die alte Ölheizung durch zukunftsweisende Heizsysteme wie Wärmepumpen, Holzpellets oder Sonnenkollektoren ersetzt werden kann.

Um energetisch sinnvolle Sanierungen an die Hand zu nehmen, müssen Hauseigentümer jedoch tief in die Tasche greifen. Am Stand von EnergieSchweiz an der Swissbau können sich Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer deshalb Informationen aus erster Hand über das neue Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen beschaffen. Für die Sanierung der Gebäudehülle stellt der Bund aus der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe 133 Millionen pro Jahr zur Verfügung. Je nach Kanton bestehen ergänzende Förderprogramme für erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und Haustechnik. Die Kantone stellen hierfür 80 bis 100 Millionen Franken pro Jahr bereit. Die kantonalen Programme werden zusätzlich mit rund 67 Millionen Franken aus der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe unterstützt. Während zehn Jahren können somit insgesamt über 280 bis 300 Millionen Franken pro Jahr für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien eingesetzt werden.

Bundesamt für Energie

Gebäudeprogramm der Kantone

Swissbau

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