Energiepolitik nach Fukushima

  • Dominique Haiden
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akw_beznauNach dem verheerenden Erdbeben in Japan hat der Bundesrat ein Aussprachepapier des UVEK über die Auswirkungen des nuklearen Unfalls in der Kernanlage Fukushima auf die schweizerische Energiepolitik diskutiert. Das UVEK soll die energiepolitischen Szenarien (Energieperspektiven) aktualisieren. Ausserdem sollen ökonomische sowie innen- und aussenpolitische Fragen im Zusammenhang mit der künftigen Stromversorgung beantwortet werden. Erste Resultate erwartet der Bundesrat bis zum Juni.

Als Sofortreaktion auf die Ereignisse in Japan hatte das UVEK am 14. März 2011 die drei Rahmenbewilligungsverfahren für den Ersatz von Kernkraftwerken in der Schweiz sistiert. Die Sistierung gilt, bis die Ursachen des Unfalls in Japan analysiert, die Sicherheitsstandards der schweizerischen Kernkraftwerke überprüft und allenfalls an neue Erkenntnisse angepasst sind. Parallel dazu erarbeitet das UVEK neue Energieszenarien und entsprechende Aktions- und Massnahmenpläne.

Drei verschiedene Stromangebotsszenarien bilden dabei den Schwerpunkt. Eine erste Variante wäre die Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke. Eine weitere Variante wäre die bestehenden Kraftwerke am Ende ihrer Laufzeit nicht zu ersetzen. Die dritte Variante wäre ein vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie. Die bestehenden Kernkraftwerke würden dann vor Ende ihrer Betriebszeit abgestellt.

Der Bundesrat möchte die Potenziale, die zusätzlichen Fördermassnahmen und den Zeitbedarf kennen. Insbesondere will er Massnahmen in den Bereichen Smartenergy, Smartgrids, Netze, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Forschung und Entwicklung sowie Pilot- und Demonstrationsanlagen vertieft analysieren.

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