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Ende der Waljagd im Südpolarmeer

  • Nicole Wabersky
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Japan muss seine umstrittene Waljagd im Südpolarmeer beenden. Das japanische Programm verstosse gegen das internationale Walfangmoratorium und erfülle keine wissenschaftlichen Forschungszwecke, so entschied der Internationale Gerichtshof in Den Haag. Australien hatte 2010 vor dem UN-Gericht Klage gegen Japan erhoben.

„Dies ist eine Sternstunde für den weltweiten Walschutz“, freut sich Tim Packeiser, Meeresschützer beim WWF Deutschland. „In ihrem wichtigsten Schutzgebiet sind bedrohte Finnwale nun endlich vor den Harpunen japanischer Waljägern geschützt. Dank des Gerichtsentscheids kann das Walschutzgebiet im Südpolarmeer seiner Bestimmung endlich gerecht werden.“

Die Entscheidung der Richter nimmt auf die Finnwaljagd im Schutzgebiet explizit Bezug. Die Gewässer um die Antarktis sind die wichtigsten Nahrungsgründe für die stark bedrohten Finnwale der südlichen Hemisphäre. Die Meeressäuger sind gerade hier auf vollständigen Schutz angewiesen, damit die dezimierten Populationen eine Chance auf Erholung haben.

„Seit über 60 Jahren existieren nicht-tödliche, wissenschaftliche Techniken, um Wale zu erforschen, mit denen sich bessere Erkenntnisse erzielen lassen als mit Proben von getöteten Tieren. Es ist höchste Zeit, dass das sinnlose Töten unter dem angeblich wissenschaftlichen Deckmäntelchen beendet wurde“, so Packeiser. Laut WWF kommt dem Urteil auch Signalwirkung für die – oft schleppende – praktische Umsetzung von internationalen Vereinbarungen zum Schutz der Biodiversität zu.

Medienmitteilung WWF Schweiz

Bild: „Mike“ Michael L. Baird [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

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