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Die ozeanischen Strömungen spielen während des El Niño verrückt. | © Ingrid Taylar [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

El Niño so stark wie lange nicht mehr

  • Amanda Buol
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2015/2016 wird als eines der extremsten El Niño-Jahre seit 15 Jahren gehandelt. Das Phänomen kehrt die Klimaextreme vor allem auf der Südhalbkugel ins gegenteilige und führt zu Dürre und Überschwemmungen.

Das Klima spielt nicht nur in der Schweiz verrückt, sondern auch in der Pazifikregion. Verantwortlich für die dortigen Wetterkapriolen ist der El Niño, so Meteoschweiz. Das Phänomen wiederholt sich alle zwei bis zehn Jahren, wobei es immer etwa zur Weihnachtszeit auftritt, woraus sich auch der Name El Niño, das Christkind, ableitet.

Durch die Veränderung der Strömungen und Luftzirkulationen im Pazifik wird das Gleichgewicht beeinträchtigt. So nehmen die Passatwinde ab. Während die Oberflächenwassertemperaturen im Westpazifik sinken, steigen sie im Ostpazifik an. Mit dem warmen Wasser an der südamerikanischen Westküste verschwinden die üblich grossen Fischbestände.

Die feucht-warmen Luftmassen, welche mit dem warmen Oberflächenwasser kommen, entleeren sich als starker Regen über den Anden. Die sonst trockene Region kämpft während des El Niños mit extremen Niederschlägen und Hochwasser. In Südostasien, eine Region mit viel Niederschlag, droht dagegen Trockenheit. Kurz gesagt, kehren sich die Klimata der Regionen ins Gegenteil. Der letzte extreme El Niño wurde 1997/1998 verzeichnet.

Das Klima-Phänomen ist bis heute noch eines der Rätselhaftesten. So kann man auch jetzt noch nicht genau erklären, welche Faktoren die Veränderungen auslösen. Ein aktuell umstrittenes Thema ist der Einfluss des globalen Klimawandels auf den El Niño-Effekt. So erhofft man sich nach dem diesjährigen El Niño neue Erkenntnisse.

Ob das aktuell warme Winterwetter in der Schweiz mit dem Phänomen zusammenhängt können Forscher nicht bestätigen und wenn doch, dann sind die Auswirkungen eher minimal.

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