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Einsprache gegen Sessellift

  • Daniela Cervenka
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Im Kanton Graubünden soll eines der grössten zusammenhängenden Skigebiete der Schweiz entstehen. Das Projekt die beiden Skigebiete Lenzerheide und Arosa durch neue Seilbahnanlagen zusammen zu verbinden, wurde Ende 2012 nach langen Verhandlungen zwischen Bergbahnen und Umweltverbänden gutgeheissen. Die Umweltschutzorganisation mountain wilderness forderte, dass für die Sesselbahn zwischen Heimberg und Proschieri eine Alternative gefunden wird. Dafür gab sie den Widerstand gegen die Verbindungsbahn Hörnli-Urdenfüggli auf. Die Bergbahnen zogen daraufhin das Konzessionsgesuch für den Sessellift zurück, wie mountain wilderness in seiner Medienmitteilung schreibt.

Die Umweltverbände sind seit dem letzten Jahr mehrmals mit Vertretern der Bergbahnen und der Gemeinde Parpan zusammengesessen, um mögliche Alternativen zu evaluieren. Es sind Lösungen mit Shuttlebus oder einem Tellerlift erarbeitet worden. Die Gemeinde Parpan will jedoch nichts von Alternativen wissen und beharrt auf den Bau der Sesselbahn. Da die Bergbahnen sich nicht gegen die Standortgemeinde stellen wollen, obwohl sie mit den Alternativlösungen durchaus einverstanden gewesen wären, reichten sie im Oktober das fast exakt gleiche Gesuch wieder ein, erklärt mountain wilderness.

Katharina Conradin, Geschäftsleiterin von mountain wilderness Schweiz ist enttäuscht: „Die Bergbahnen stehen nicht zum erreichten Kompromiss. Das enttäuscht uns und stärkt nicht unbedingt das gegenseitige Vertrauen.“ Die Umweltverbände Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL, WWF Graubünden, Pro Natura Graubünden und mountain wilderness kündigen Widerstand an und erheben Einsprache gegen den geplanten Sessellift. Es bleibt zu hoffen, dass die Behörden den Grundsatz die Landschaft zu schonen einhalten und einer umwelt- und landschaftsverträglicheren Variante den Vorzug geben.

mountain wilderness Schweiz

Bild: von Andres Passwirth (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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