Erhöhung Einspeisevergütung

  • Gavino Strebel
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elektroWer Strom aus erneuerbaren Energien ins öffentliche Netz einspeist, erhält dafür eine kostendeckende Einspeisevergütung (KEV). Diese wird mit einem Strompreis-Zuschlag finanziert. Diese Einspeisevergütung ist jedoch gemäss der Stiftung Energie Schweiz zu niedrig um saubere einheimische Kilowattstunden aus dezentralen Kraftwerken ernsthaft zu fördern. Das Problem bei der KEV ist der sogenannte Kostendeckel: Heute ist festgeschrieben, wie viel von den Zuschlägen der KEV die einzelnen Technologien höchstens beansprüchen dürfen. Diese Blockierung hat bisher dazu geführt, dass vor allem im Bereich der Photovoltaik mangels Geldern ein Grossteil der Gesuche nicht berücksichtigt werden konnte. An Projekten im Bereich Photovoltaik mangelt es also nicht; vielmehr ist die Unterstützung durch die KEV zu gering. Gefordert war deshalb eine Erhöhung der KEV.

Das Bundesamt für Energie hat im Februar dem Nationalrat deutlich gemacht, dass es nötig wäre die KEV auf 1,2 Rp/kWh zu erhöhen und die Teildeckel (Blockierung z.B. im Bereich Photovoltaik) aufzuheben. Der Nationalrat erhöhte dann die KEV jedoch nur von 0,6 auf 0,9 Rp/kWh, sprach sich jedoch für eine Aufhebung der Teildeckel aus. Kürzlich hat sich auch der Ständerat über die Erhöhung der KEV beraten und sich für eine Erhöhung ab 2013 von höchstens 0,9 Rappen ausgesprochen. Da Technologien wie Photovoltaik nach Ansicht des Ständerates jedoch noch sehr teuer und wenig effizient sind, lehnte er es im Gegensatz zum Nationalrat ab, den Kostendeckel aufzuheben. Zuwenig für eine zukunftsorientierte Energiepolitik. Gemäss der Stiftung Energie Schweiz werden wir mit dieser Regelung in zwei bis 4 Jahren wieder eine Blockierung haben, was innovative Projekte im Bereich erneuerbare Energien erschwert.

Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates (UREK-S)

Landwirtschaftlicher Informationsdienst (lid)

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