Schonung der natürlichen Ressourcen

  • Stefanie Pfefferli
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Zur Zeit findet in St. Gallen die zweite gemeinsame Fachtagung der Umweltministerien und –ämter Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zum Thema nachhaltiges Ressourcenmanagement statt. Im Zentrum stehen wiederum der Wissensaustausch zu Strategien und die Diskussion über Aktionsprogramme für eine bessere Bewirtschaftung von Abfällen.

Mit der Tagung Re-Source setzen Fachleute und Interessierte aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Industrie und  Gewerbe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihren fachlichen Dialog und ihre enge Zusammenarbeit fort und vertiefen das Thema nachhaltiges Ressourcenmanagement. Dies soll dazu beitragen, dass Strategien und Aktionsprogramme rascher umgesetzt werden und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen international Fortschritte macht. Drei Jahrzehnte lang stand der Kampf gegen Umweltzerstörung und -verschmutzung im Vordergrund.

Gebote, Verbote, Grenzwerte und Anforderungen an Anlagen und ganze Systeme wirkten sich zwar positiv aus. Diese Massnahmen hatten aber nur beschränkten Einfluss auf den Einsatz resp. die Verschwendung von Rohstoffen und nicht erneuerbaren Energieträgern. Notwendig sei ein anderer Umgang mit den Materialien, sagte Xaver Edelmann von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt.

Staaten müssen koordiniert handeln

Handlungsmöglichkeiten bestehen vorab auf lokaler Ebene: Konsumentinnen und Konsumenten, Politik und Wirtschaft können Einfluss nehmen. Die Herausforderungen sind aber global. Wollen die Staaten Marktverzerrungen und  Wettbewerbsnachteile in den Regionen vermeiden, müssen sie sich untereinander koordinieren. Die Beanspruchung  der natürlichen Ressourcen muss  zwischen den Ländern sowie zwischen heutigen und künftigen Generationen ausgehandelt werden.

Innovationen und Investitionen zur Ausrichtung der globalen Wirtschaft in diese Richtung bedingen:

  • politische Signale und konkrete Vorgaben – staatliche Regulierungen und internationale Vereinbarungen
  • neue Wohlstandsmodelle, die ohne stetig zunehmenden Rohstoffbedarf funktionieren
  • genügende und transparente Informationen, damit Konsumentinnen und Konsumenten in eigener Verantwortung entscheiden können, welche Güter und Dienstleistungen sie beziehen.

Bild: Lykaestria (Wikimedia)

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