WartauBurgruine

Einfluss des Bodens auf das Klima

  • Monika Jung
  • -

WartauBurgruineWenn die ersten Frühjahrsstürme über das Land peitschen, denkt man gerade als Laie nicht daran, welch wichtige Rolle der Boden bei diesen atmosphärischen Prozessen spielt. Denn Erdreich und Vegetation sind ein enorm wichtiger Bestandteil der irdischen „Klimamaschine“. Seit 2007 versuchen Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Köln, der RWTH Aachen sowie des Forschungszentrums Jülich, das komplexe Wechselspiel zwischen Boden und Atmosphäre besser zu verstehen.

Das Großprojekt TR32 (Transregio-Sonderforschungsbereich 32) beschäftigt sich vor allem mit dem Wärmeaustausch zwischen Boden und Luft. „Die Erdoberfläche ist ganz wesentlich dafür verantwortlich, wie die Energie der Sonnenstrahlung überhaupt in die Atmosphäre hineinkommt“, erklärt Professor Simmer. „Der größte Teil der Wärme nimmt nämlich einen Umweg: Erst heizt die Sonne den Boden auf, dann erwärmt der wie eine Herdplatte die Luft darüber.“

Wichtige Beteiligte an diesem Prozess sind Wasserdampf und Kohlendioxid. Auch die Pflanzen sind ein Teil dieses Gas- und Wasser-Kreislaufs: Um wachsen zu können, nehmen sie Kohlendioxid aus der Luft auf. Dazu öffnen sie die Poren in ihren Blättern und Stängeln – mit dem Resultat, dass das in ihnen enthaltene Wasser verdunstet und als Gas in die Atmosphäre entweicht. Dies alles nimmt Einfluss auf die Phänomene, die der Mensch in kleinem Maßstab „Wetter“ nennt, in großem Maßstab „Klima“. Wann und wo zum Beispiel Wolken und Gewitter entstehen, wie stark der Wind weht und wieviel es wo regnet. Um all das besser zu verstehen, wollen die Experten die Atmosphäre sowie die Wasser- und Kohlendioxid-Speicherung im Boden genauer untersuchen. Das Ziel der Wissenschaftler ist es, die derzeit benutzten Klima- und Wetterprognosen zu verbessern um dann verlässlicher berechnen zu können, wie sich das Weltklima in den kommenden Jahrzehnten entwickeln könnte.

Weitere Informationen

Aga - Trigon Film

Beitrag kommentieren