Eine Million für Mensch und Natur

  • Stefanie Pfefferli
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„Gründen wir einen neuen Nationalpark!“ forderte Pro Natura zum Start ins neue Jahrtausend und stellte dem ersten neuen Nationalpark eine Million Franken in Aussicht. Am Samstag konnte dieses Preisgeld dem Nationalpark-Kandidaten „Parco Nazionale del Locarnese“ auf dem Monte Verità bei Ascona feierlich zugesprochen werden. Die Million Schweizer Franken wird dereinst für die Entgeltung der Leistungen der naturbelassenen Kernzonen den Grundeigentümern zugute kommen, wie Pro Natura in der aktuellen Medienmittelung schreibt. Eine wichtige Wegmarke auf dem Weg zu einem neuen Nationalpark für die Schweiz.

Pro Natura gratuliert dem „Parco Nazionale del Locarnese“ zu seinem Initiativgeist und seiner Beharrlichkeit auf dem Weg zu einem neuen Nationalpark. Von mediterranen Zonen wie den Brissago-Inseln bis zu hochalpinen Regionen am Wandfluhhorn (Pizzo Biela) bei Bosco Gurin mit seinen 2863 m ü.M. vereint der „Parco Nazionale del Locarnese“ eine aussergewöhnliche Vielfalt an Natur- und Kulturlandschaften. International bekannte Naturschönheiten wie das Onsernone- oder das Vergeletto-Tal liegen in der Region. Die versprochene Million ist eine Motivationsspritze für die anstehende lange Zielgerade bis zur Eröffnung des neuen Parks. Im Jahr 2015 werden die Gemeinden im geplanten Parkgebiet abstimmen können, ob sie Teil des künftigen Nationalparks sein wollen.

 Leistungen in Kernzonen entgelten

Zum Start ihrer Kampagne im Jahr 2000 hatte Pro Natura dem ersten neuen Nationalpark, der die dauerhafte Sicherung von Naturwerten ausweisen kann, eine Million Franken in Aussicht gestellt. Heute ist es soweit: Die Million Schweizer Franken wird von Pro Natura dem Nationalpark-Kandidaten „Parco Nazionale del Locarnese“ offiziell zugesprochen. Mit diesem Geld wird der Parkrat den Grundeigentümern die Leistungen der künftigen Nationalpark-Kernzone entgelten können.

Ein Nationalpark – eine Chance für Mensch und Natur

Die Biodiversität in der Schweiz gerät immer mehr unter Druck. Rund die Hälfte aller Pflanzen- und Tierarten in der Schweiz sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Auch wertvolle und schützenswerte Landschaften laufen Gefahr, aufgrund einer intensiven Nutzung durch den Menschen an Einzigartigkeit zu verlieren. Für den Erhalt unserer Kultur- und Naturwerte ist es unerlässlich, dass die Schweiz neue Grossschutzgebiete schafft: Nationalpärke. Dabei sind Nationalpärke sowohl eine Chance für die Natur als auch für die Bevölkerung, indem sie den sanften Tourismus aufwerten.

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