Kanutour

Ein Zeichen für lebendige Flüsse

  • Stefanie Pfefferli
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Über 60 Kanufahrer haben sich am Samstag mit einer gemeinsamen Fahrt auf dem Ticino für naturnahe Flüsse und Bäche eingesetzt. Auf ihrer Paddelfahrt von  Claro nach Bellinzona wurden die Kanufahrer von Persönlichkeiten wie den beiden Nationalratskandidaten aus dem Tessin Greta Gysin (Grüne) und Nenad Stojanovic (SP) begleitet.

Bereits zum dritten Mal organisierte der Schweizerische Kanu-Verband, zusammen mit dem Tessiner Kanu-Club und dem WWF Schweiz die Aktion „Wasserzeichen“. Nach den Paddelfahrten auf der Aare und dem Rhein haben dieses Jahr zahlreiche Kanufahrer aus der ganzen Schweiz auf dem Ticino auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht.

Saubere, lebendige und frei fliessende Bäche und Flüsse

Wegen dem vieldiskutierten Ausbaus der Wasserkraft drohen die letzten unberührten Flussabschnitte der Schweiz  verbaut zu werden. Bereits heute sind rund 90 Prozent der Flüsse und Bäche verbaut, jetzt sollen auch noch die letzten naturnahen Fliessgewässer in dunklen Stollen verschwinden. Für die  Natur gehen damit unersetzliche Werte verloren, während  die Kanufahrer. wunderschöne Flussabschnitte verlieren.  Gerade das Tessin gilt in der Kanuszene als sehr attraktives Paddler-Gebiet und es reisen jährlich zahlreiche Kanufahrer hierher. Mit der friedlichen Kanufahrt haben die Paddler am Samstag Politiker, Touristiker und die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisiert.  Zur grossen Freude der Teilnehmer, schlossen sich ihnen diverse Persönlichkeiten aus dem Tessin an, wie zum Beispiel Charles Barras, Vizedirektor von Ticino Turismo. Sein Beweggrund an der Kanufahrt teilzunehmen ist folgender: „Das Wasser im Tessin ist sehr wichtig für den Tourismus, der Tourismus muss aber auch etwas für das Wasser tun“. Nach seinen Einschätzungen sind die Gewässer die wichtigste Attraktion für das Tessin, seien es die Alpseen, die Flüsse oder die Seen.

Foto: WWF Schweiz

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