Ein Spektakel am Sternenhimmel

  • Redaktion Naturschutz
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Kometen, helle Schweifsterne, sind selten. Es kommt zwar durchaus häufig vor, dass Kometen an der Sonne vorbeiziehen, doch die meisten von ihnen sind nur mit Teleskopen zu beobachten. Selten sind dagegen die hellen Schweifsterne wie zum Beispiel die prächtigen Kometen Hale-Bopp und Hyakutake, die in den 1990er Jahren für Begeisterung sorgten.

Laut eines Berichtes des Tagesanzeigers wird in der nächste Woche möglicherweise erstmals seit Jahren ein Komet „mit blossem Auge sichtbar“ die Nordhalbkugel passieren.

Anfang nächster Woche wird erwartet, dass der Komet „Panstarrs“ am Abendhimmel auftaucht. Er wird bei seiner Steppvisite jedoch weit von der Erde entfernt bleiben, weiter noch als die Sonne.

Panstarrs wird von vielen Astronomen und Hobby-Astronomen mit Spannung erwartet – ist er doch der erste Schweifstern seit Jahren, der am nördlichen Himmel mit blossem Auge zu sehen sein wird. Zu Beginn wird der Komet bei Sonnen- untergang dann tief am Westhimmel stehen, der allerdings noch aufgehellt ist. Weiter zum Monatsende hin wird er dann zwar höher am Himmel stehen, wird dafür aber auch nach und nach lichtschwächer. Ausserdem könnte das helle Licht des Mondes dann etwas störend sein, berichtet der Tagesanzeiger.

Doch nicht nur „Panstarrs“ wird im Jahr 2013 für Aufsehen sorgen. Im Herbst könnte der Komet „Ison“ sogar ein Jahrhundert-Spektakel am Himmel bieten. Ison wird im kommenden November dicht an der Sonne vorbeiziehen und sich Ende Dezember der Erde dann auf weniger als die Hälfte der Entfernung zwischen Erde und Sonne nähern.

Kometen gelten ebenso wie Asteroiden als Überbleibsel der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren. Doch während Asteroiden aus Gestein bestehen, sind Kometen eher mit schmutzigen Riesen-Schneebällen vergleichbar. Wenn sie sich auf ihrer Reise durch den Weltraum der Sonne nähern, bilden sie oft Gas- und Staubschweife aus.

Es bleibt mit Spannung abzuwarten, ob der Auftritt von Panstarrs und Isons die Erwartungen erfüllen wird. 2013 wird aber mit Sicherheit, rein aus astronomischer Sicht, ein spannendes Jahr werden.

Bild: Brocken Inaglory [CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0], via Wikimedia Commons

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