Eine Hydrobiologin durchquert einen Zufluss der Rhone in der Nähe von Sierre. © Mélanie Pitteloud
Eine Hydrobiologin durchquert einen Zufluss der Rhone in der Nähe von Sierre. © Mélanie Pitteloud

Ein filmisches Porträt der Rhone                  

  • Selina Fehr
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Sie wollte dem Fluss die Hauptrolle geben: Regisseurin Mélanie Pitteloud ist mit ihrem Film «Der Lauf des Flusses» ein berührendes Porträt der Rhone gelungen. Darin lässt sie neben der Protagonistin die verschiedenen menschlichen Akteure, die mit ihr in Beziehung stehen, zu Wort kommen.

Von der Quelle bis zum Genfersee wird der Rhonelauf seit 150 Jahren von Menschen gezähmt. Doch der Fluss meldet sich zurück!
Infolge katastrophaler Überschwemmungen laufen gigantische Bauarbeiten um das Flussbett zu vergrössern und zu revitalisieren. Nicht ohne Spannungen mit jenen, die dabei ihr Land verlieren. «Dans le Lit du Rhône» ist eine filmische Reise, die auf universelle Art das Verhältnis des Menschen zum Element Wasser hinterfragt.

Der Film zeigt die komplexen Konflikte zum Thema Gewässerschutz und glänzt durch seine Aktualität. Regisseurin Pitteloud legte bei den Dreharbeiten grossen Wert darauf, neutral zu bleiben. Gegenüber der Zeitung «Lichtensteiner Vaterland» sagte sie: «Durch die Neutralität konnte ich das Vertrauen der Protagonisten gewinnen und ihre Aussagen authentischer wiedergeben. Persönlich bin ich der Meinung, dass die Flussrenaturierungen unvermeidbar sind, wenn auch schmerzlich.»

Ihre eigene Meinung bilden Sie sich am besten selber bei einem Kinobesuch. Die aktuellen Termine finden Sie auf der Webseite von Aardvark.

Ab 15. Oktober wird der Film auch auf DVD erhältlich sein.

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