Gallwespe

Edelkastanien in Gefahr

  • Stefanie Pfefferli
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Zum ersten Mal wurden im Seeland Edelkastanien von der Edelkastaniengallwespe befallen, wie das Bieler Tagblatt berichtet. Die winzigen Insekten, deformiert die Blätter und Knospen der Bäume und verbreiten sich sehr schnell. In der Region Lyss wurde eine Sperrzone errichtet.

Die nicht einheimische Edelkastaniengallwespe misst kaum 3 Milimter kann aber an Bäumen einen beträchtlichen schaden anrichten. Triebe und Äste 
können absterben und die befallenen Bäume verkümmern langsam. Im Tessin sind ganze Wälder von den Insekten betroffen. Im  Seeland wurde der Befall der Insekten an importierten Bäumchen in einer Lysser Baumschule entdeckt. Leider waren aber die Wespen schon aus den Gallen geschlüpft und ausgeflogen.

Deshalb, und weil der Schädling als behördlich zu bekämpfender Quarantäneorganismus gilt, wurde umgehend um den Befall in Lyss  herum eine Sperrzonezone von 15 Kilometern in alle Richtungen eingerichtet. Die Baumschulen in diesem Bereich dürfen mit Edelkastanien nicht weiter Handeln. Aber auch für alle anderen in der Befallszone soll das Verbot 
gelten, Edelkastanienbäumchen in Verkehr zu bringen. Der kantonale Pflanzenschutzdienst will mit diesen Massnahmen so eine mögliche Verbreitung der Wespe zu verhindern.

Bild: Gyorgy Csoka (Wikimedia Commons)

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