© Kevin Gill [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
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Earth Day – Der 22. April steht im Zeichen der Umweltbildung

  • Mélanie Guillebeau
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Jedes Jahr findet am 22. April der Earth Day oder Internationale Tag der Erde statt. Dieses Jahr steht die Aufklärung der Bevölkerung über den Klimawandel und den Einfluss des Menschen im Zentrum. In diesem Sinne finden in zahlreichen Städten, in der Schweiz in Genf, „Marches for Science“statt.

Im Jahre 1970 wurde der Earth Day in den USA ins Leben gerufen und findet seither jedes Jahr am 22. April statt. Auf internationaler Ebene hat sich der Anlass erst 1990 etabliert. Am Earth Day sollen der Bevölkerung die vorherrschenden Umweltprobleme vor Augen geführt und zum Umdenken bezüglich unserer Konsumentscheidungen angeregt werden. Auf diese Weise konnten beim ersten Earth Day im Jahre 1970 bereits 20 Millionen Menschen erreicht werden.

„Schon seit einigen Jahren hat es mich gestört, dass der Zustand unserer Umwelt einfach ein nicht existierendes Thema in der Landespolitik war“, erläutert Gaylord Nelson († 2005), Begründer des Earth Days, einen der Gründe für die Initiierung des Tages im Zeichen der Umwelt.

Schluss mit „Fake News“

Dieses Jahr steht der Earth Day im Zeichen der Umwelt- und Klimabildung. Denn nur eine Weltbevölkerung, die über die Gründe, Auswirkungen und Gefahren des Klimawandels aufgeklärt ist, ist auch imstande und vor allem gewollt, etwas dagegen zu unternehmen. Und dabei spielt die Wissenschaft eine zentrale Rolle. Insbesondere seit der Wahl des neuen US-Präsidenten dominiert der Begriff „Fake News“ die Medien – so werden zum Beispiel „wissenschaftlich begründete“ Unwahrheiten über den Klimawandel oder dessen angebliches Nicht-Vorhandensein verbreitet. Wissenschaftlich belegte Fakten, die den fortschreitenden Klimawandel eindeutig belegen, werden hingegen geleugnet.

Um diesem besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken, finden am Earth Day sogenannte „Teach-Ins“ statt, an welchen die Bevölkerung teilnehmen und sich Wissen über unsere Umwelt und die anstehenden Probleme aneignen kann. Denn Wissen ist ja bekanntlich Macht und in diesem Zusammenhang, die Macht sich für den Umweltschutz einzusetzen.

March for Science

Zudem werden in verschiedenen Städten „Marches for Science“ veranstaltet, welche auf die Bedeutung der Wissenschaft aufmerksam machen sollen. Auch in der Schweiz, genauer in Genf, findet ein „March for Science“ statt, zu welchem die gesamte Bevölkerung eingeladen ist, mitzumarschieren. Dabei sollen sich die Leute bewusst werden, dass die Wissenschaft reale Fakten verbreitet und keine eigenen Interessen verfolgt, sondern eigens dem Wohle der Menschheit und Umwelt dient.

Wenn Sie gerne am „March for Science“ in Genf teilnehmen möchte, finden Sie weitere Informationen auf der Twitter-Seite der Veranstalter. 

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