Die Anzahl Kiebitz-Brutpaare in der Schweiz nimmt zu. Allgemein nimmt die Biodiversität ab. | © Eddy Van 3000 [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Die Anzahl Kiebitz-Brutpaare in der Schweiz nimmt zu. Allgemein nimmt die Biodiversität ab. | © Eddy Van 3000 [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Durchzogenes 2015 für die Biodiversität

  • Amanda Buol
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BirdLife Schweiz zieht für das 2015 Bilanz im Bereich Biodiversität. Das 2015 war ein sehr durchzogenes Jahr mit einigen kleinen Erfolgen, aber gesamthaft einem weiteren starken Rückgang der biologischen Vielfalt. Es ist dringend, dass der Aktionsplan Biodiversität endlich beschlossen und umgesetzt wird.

Wie BirdLife Schweiz berichtet, konnten im 2015 punktuelle Erfolge des Naturschutzes gefeiert werden, wie der neue Rekord brütender Kiebitz-Paare in der Schweiz. Der Bestand konnte dank Artenförderungsprojekte von 90 Brutpaaren im 2009 auf 181 Brutpaare gesteigert werden. Trotzdem reichen die Naturschutzmassnahmen nicht aus, grosse Verluste zu kompensieren. Der Gesamttrend der Biodiversität in der Schweiz sei weiterhin stark negativ.

Zum Jahresbeginn musste denn auch der Bundesrat im Umweltbericht 2015 festhalten: „Die Biodiversität in der Schweiz ist in einem schlechten Zustand“. Um die Biodiversität zu fördern wäre es wichtig, dicht besiedelte Regionen mit ökologischen Infrastrukturen aufzuwerten.

Allerdings ist der Aktionsplan Biodiversität, mit welchem die bereits 2012 vom Bundesrat beschlossenen zehn Biodiversitätsziele der Schweiz erreicht werden sollen, noch immer nicht in Kraft. Die Vernehmlassungsvorlage zum Aktionsplan der «Strategie Biodiversität Schweiz» solle nun im ersten Halbjahr 2016 verabschiedet werden. Gemäss dem Bundesrat solle der Aktionsplan  dem deutlichen Rückgang der biologischen Vielfalt und damit der Bedrohung unserer Lebensgrundlagen und unseres Wohlstands entgegenwirken. Dies ist dringend nötig, um den Negativtrend der letzten Jahrzehnte abzuschwächen und umzukehren.

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