Reuss, Reusslandschaft

Durch die Reusslandschaft anstatt durchs Dorf

  • Nora Kieselbach
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Mit dem sonntäglichen JA zum Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach haben die Stimmberechtigten des Kantons Zürich bedauerlicherweise ein Projekt angenommen, welches bezüglich Natur- und Landschaftsschutz kritisch zu beurteilen sei (naturschutz.ch berichtete), kritisiert das „Komitee gegen die Zerstörung der Reusslandschaft“ das Abstimmungsresultat.

Das Argument der Autobahn-Befürworter, dass sich durch den Bau des Autobahnzubringers die Gefährdung des Langsamverkehrs, insbesondere der Kinder, verringere, habe wohl die Mehrheit der Stimmbürger des Kantons Zürich JA stimmen lassen.

Die geplante Strassenführung tangiert nicht nur Schutzgebiete von nationaler Bedeutung, sondern geht auch durch eine Landschaftsschutzzone; die lokalen Interessensgemeinschaften sowie die kantonalen Naturschutzverbände werden daher die Planung weiterhin kritisch verfolgen. Das Komitee fordert den Regierungsrat auf, den Gebiets- und Zonenschutz zu respektieren und mit grösster Sorgfalt weiter zu planen; ansonsten werde gegebenenfalls eine Beschwerde gegen das Ausführungsprojekt geprüft. Am Beispiel der Oberlandautobahn habe das Bundesgericht ja bereits einmal gezeigt, dass es den Verfassungsauftrag zum Schutz der Natur und der Landschaft höher gewichtet als den masslosen Strassenbau (naturschutz.ch berichtete).

Weitere Informationen

„Komitee gegen die Zerstörung der Reusslandschaft“

Bild: ©Daniel Müller

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