Dünger schlecht fürs Klima?

  • Nora Zoller
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landwirtschaftNeben Strassenverkehr, Gewerbe und Industrie trägt auch die Landwirtschaft zur Emission von Treibhausgasen und damit zum Klimawandel bei. Im Fokus einer internationalen Konferenz in Solothurn stand die Düngung von Äckern und Wiesen mit Stickstoff.

Der stetig steigende Nahrungs- und Futtermittelbedarf führt global zu einem immer stärkeren Einsatz von Stickstoffdünger auf Äcker und Wiesen. Das hat Konsequenzen für das Weltklima. Denn im Boden wandeln beispielsweise Bakterien die Stickstoffverbindungen in Lachgas (N2O) um – ein 300-mal potenteres Klimagas als Kohlendioxid (CO2). Lachgas trägt rund zehn Prozent der Treibhauswirkung der gesamten globalen CO2-Emissionen bei. Bedenklich ist, dass die Lachgas-Konzentration seit 1998 um 11 Prozent angestiegen ist.

Eine Studie der Acrosocope beschäftigt sich mit dem Stickstoffverlust auf Wiesen, das Projekt NitroEurope (NEU) forscht am Stickstoffzyklus. Es wird nach Massnahmen gesucht, durch welche die Landwirtschaft in Zukunft Lachgas-Emissionen vermindern kann.

Agroscope

Forschung von Agroscope zum Stickstoffverlust auf Wiesen

Projekt NitroEurope (NEU)

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