Drosera rotundifolia Darwiniana, Sonnentau

Dritte Altmatt soll nicht verdursten

  • Nora Kieselbach
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In den schönsten Herbsttönen erstrahlen zurzeit die Riedflächen in der Dritten Altmatt in Rothenthurm. Doch der Schein einer intakten Natur wie aus dem Bilderbuch täuscht: die Moore verlieren schleichend an Qualität, sie werden trockener, nährstoff- und baumreicher. Mit einer gezielten Moorregeneration in der Moorlandschaft Rothenthurm möchte Pro Natura diesem Trend entgegen wirken, sodass der wertvolle Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen erhalten werden kann. Kommende Woche startet daher die 3. Etappe der umfangreichen Wiederinstandstellung, wie die Naturschutzorganisation heute mitteilt.

Im Bericht „Zustand und Entwicklung der Moore in der Schweiz“ hält das Bundesamt für Umwelt (BAFU) Unerfreuliches fest: Zwar hat die Moorfläche in der Schweiz in den letzten Jahren nur geringfügig abgenommen, doch die Qualität der Moore hat sich weiterhin verschlechtert. Das heisst: Moore werden langsam zu Wald, zu Fettwiesen oder anderen Arten von Lebensräumen. Moore können sie nur bleiben, wenn die künstliche Entwässerung oder der Eintrag von Nährstoffen eingedämmt werden. Dem Schwinden der Moore setzt Pro Natura etwas entgegen – auch wenn es dann halt ein Bagger sein muss.

Um das Hochmoorwachstum in den Bannzöpfen, nördlich des Jean-Gottesmann-Weges, wieder in Gang zu setzen, wird ab nächster Woche ein Regenerationsprojekt durchgeführt. Ziel ist es, die ursprüngliche Fliessrichtung des Moorwassers wieder herzustellen. Das saure Moorwasser wird mit Spundwänden und kleinen Torfdämmen besser in der Fläche zurückgehalten. Die moortypische Fauna und Flora, wie beispielsweise der fleischfressende Sonnentau, können sich so wieder vermehrt ausbreiten. Um die notwendigen Bauarbeiten im Moor möglichst schonend zu gestalten, fahren die Baumaschinen in den nassen Flächen auf Holzmatratzen.

Gemäss nationalem Auftrag zum Moorschutz sorgen die Kantone dafür, dass bestehende Beeinträchtigungen von Mooren bei jeder sich bietenden Gelegenheit soweit als möglich rückgängig gemacht werden. Die Bauarbeiten im Rhotenthurmer Moor beginnen Anfang September 2012 und dauern, je nach Wetter, bis Ende September bzw.Ende Oktober 2012.

Weitere Informationen

Renaturierungsprojekte im Hochmoor Rothenthurm

Pro Natura
Bundesamt für Umwelt BAFU

Bild: Rosťa Kracík [CC-BY-3.0-cz] via Wikimedia Commons

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