© Nacho, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Dreckschleudern unter den Lastwagen

  • Cécile Villiger
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Lastwagen auf Schweizer Strassen belasten die Umwelt oft mehr als erlaubt mit giftigen Stickoxiden. Die Fahrzeuge werden manipuliert und so Kontrollen getäuscht.

Die Lastwagen auf den Schweizer Strassen müssen einige Abgas-Richtlinien befolgen. Moderne LKWs sind verpflichtet neben dem Treibstoff Diesel auch das Harnstoffgemisch AdBlue dem Tank beimischen, was den schädlichen Stickstoffoxidausstosss mindert. Nun hat Kassensturz aufgedeckt, dass viele vor allem aus Osteuropa stammende Spediteure ihre Lastwagen manipulieren, damit sie die Mehrkosten des AdBlues nicht tragen müssen. Die giftigen Oxide schaden jedoch der Umwelt.

Ein Kassensturz-Team ist einzelnen Lastwagen Richtung Gotthard gefolgt und hat den Gehalt der Stickoxide mit einem Sensor gemessen. Dabei stellten sie fest, dass ausländische Lastwagen oft viel mehr (bis zu sechs mal mehr!) Stickoxide ausstossen, als erlaubt. Möglichst machen es sogenannte Emulatoren, kleine Geräte, die die Elektronik austricksen und dem System vorgaukeln AdBlue dem Treibstoff beigefügt zu haben. Diese Emulatoren kann man einfach in Osteuropa einbauen lassen. Die vermeidlich „sauberen“ Lastwagen profitieren sogar noch Vergünstigungen bei den Schwerverkehrsabgaben.

Die Grünen und die Alpeninitiative fordern laut 20 Minuten gezieltere Kontrollen um Schwindler aufzuspüren. In Deutschland soll jeder fünfte LKW aus Osteuropa manipuliert sein.

 

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