Luchs Junges Jungtier

Doppeltes Mutterglück für Luchsin Freia

  • Nora Kieselbach
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Ein Besuch der Luchs-Wurfhöhle durch ein von der Arbeitsgruppe LUKA* eingesetztes Expertenteam brachte Klarheit: Luchsin Freia, die im Mai des Vorjahres von der Schweiz in den Nationalpark Kalkalpen umgesiedelt wurde, hat zwei gesunde Luchsjunge zur Welt gebracht. Damit wächst die Hoffnung, dass die Bestandsstützung Luchs in der Nationalpark Kalkalpen Region gelingen kann, schreiben die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung.

Luchsjunge kommen bereits behaart zur Welt und wiegen zum Zeitpunkt ihrer Geburt etwa 240 bis 300 Gramm. Die ersten acht bis zehn Tage nach der Geburt sind sie noch blind und taub. Sie ähneln nicht nur äusserlich, sondern auch in ihrem Verhalten der Hauskatze. Luchse sind Einzelgänger und nur das Muttertier kümmert sich um ihren Nachwuchs. Die Kleinen werden in der Regel fünf Monate gesäugt, nehmen aber  schon nach vier Wochen feste Nahrung zu sich.

Da Luchsin Freia einen Halsbandsender trägt, konnte sie und die Wurfhöhle mittels VHF-Handpeilung vom Expertenteam aufgefunden werden. Bei der Untersuchung wurde den mittlerweile 1,4 kg schweren und vier Wochen alten Jungluchsen eine Blutprobe entnommen. Durch genetische Analysen lässt sich nun die Vaterschaft zu Luchs Juro oder eventuell Luchs Klaus nachweisen. Ebenso kann damit das Geschlecht der Jungluchse bestimmt werden, da dies bei Jungluchsen optisch sehr schwer erkennbar ist.

Bei der wissenschaftlichen Untersuchung orientierte man sich an den Erfahrungen der Schweizer Luchsexperten um Urs Breitenmoser, die die Bestandesstützung in den Kalkalpen mit betreuen. Diese Untersuchungsmethode wurde in der Schweiz vielfach erfolgreich angewendet. Das Untersuchungsteam berichtete, dass sich Luchsin Freia während der kurzen Dauer der Störung immer im Umfeld aufhielt. Eine Stunde nach dem Aufsuchen der Wurfhöhle wurde sie bereits wieder bei den Jungluchsen geortet. Erfahrungsgemäss wird sie nun die Jungen aber an einen anderen Ort verlegen. Da das Weibchen den Aufenthaltsort der Jungen ohnehin zwei bis dreimal verlegt bis sie ihr folgen können, ist dies jedoch nicht aussergewöhnlich.

Weitere Informationen

Nationalpark Kalkalpen

* Arbeitskreis Luchs Oberösterreichische Kalkalpen (LUKA)

Bild: Ing. Richard Hilber (Wikimedia Commons)

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