Vorläufige Resultate zur Abstimmung über das Energiegesetz vom 21. Mai 2017 (grün: Kantone, die das Energiegesetz angenommen haben; rot: Kantone, die das Energiegesetz abgelehnt haben). |  © Bundesamt für Statistik, ThemaKart, Neuchâtel 2010–2017, Quelle: BFS – Statistik der Wahlen und Abstimmungen
Vorläufige Resultate zur Abstimmung über das Energiegesetz vom 21. Mai 2017 (grün: Kantone, die das Energiegesetz angenommen haben; rot: Kantone, die das Energiegesetz abgelehnt haben). | © Bundesamt für Statistik, ThemaKart, Neuchâtel 2010–2017, Quelle: BFS – Statistik der Wahlen und Abstimmungen

Energiezukunft: Die Schweiz sieht grün             

  • Mélanie Guillebeau
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Die Mehrheit des Schweizer Stimmvolkes hat am 21. Mai Ja zu einer modernen und grünen Energiezukunft gesagt. Mit 58.2 Prozent Ja-Stimmen wurde das Energiegesetz deutlich angenommen.

Die Schweiz hat sich entschieden: Sie will eine sichere, saubere und schweizerische Energiepolitik. So haben 58.2 Prozent der Schweizer Stimmbürger und Stimmbürgerinnen am letzten Abstimmungssonntag dem revidierten Energiegesetz zugestimmt und das Referendum klar abgelehnt. Nur vier Kantone, nämlich Glarus, Schwyz, Obwalden und Aargau, tanzten aus der Reihe und stimmten mehrheitlich gegen das Energiegesetz.

Vorläufige Resultate zur Abstimmung über das Energiegesetz vom 21. Mai 2017: 52.8 Prozent der Stimmberechtigten haben das Energiegesetz angenommen. | © Bundesamt für Statistik, ThemaKart, Neuchâtel 2010–2017, Quelle: BFS – Statistik der Wahlen und Abstimmungen
Vorläufige Resultate zur Abstimmung über das Energiegesetz vom 21. Mai 2017: 52.8 Prozent der Stimmberechtigten haben das Energiegesetz angenommen. | © Bundesamt für Statistik, ThemaKart, Neuchâtel 2010–2017, Quelle: BFS – Statistik der Wahlen und Abstimmungen

Bereits 2018 geht’s los

Somit ist der Weg in eine zukunftsorientierte und umweltverträgliche Energiezukunft geebnet: Erneuerbare Energien sollen mehr gefördert werden, die Energieeffizienz – als wichtigster Pfeiler des Energiegesetzes – soll gesteigert werden und der Bau neuer Atomkraftwerke wird verboten. Bereits im kommenden Jahr werden die ersten Regelungen in Kraft treten. So auch die angekündigte Erhöhung des Netzzuschlags um 0.8 Rappen, welcher in zusätzlichen Fördermitteln für erneuerbare Energien von 480 Millionen Schweizer Franken resultieren wird.

„In der Geschichte der Energie war nie alles an einem Punkt gelöst“

Natürlich wird der komplette Wechsel von fossilen Energien auf Erneuerbare nicht von heute auf morgen geschehen. Insbesondere im Hinblick auf die erschwerte Stromspeicherung bei der Sonnen- und Windenergie wird weiterhin in die Forschung und den Ausbau investiert werden müssen. Doch es besteht bereits grosses Know-how in diesem Bereich, welches gefördert und genutzt werden sollte. Und in diesem Sinne betont auch Bundesrätin Doris Leuthard, dass „in der Geschichte der Energie nie alles an einem Punkt gelöst war“. Es wird seine Zeit dauern, bis alle Probleme der erneuerbaren Energien gelöst sind und diese in allen Punkten mit fossilen Energieträgern wettbewerbsfähig sind. Doch wenn es so weit ist, werden wir bereits alle Voraussetzung erfüllen, um die immensen Vorteile erneuerbarer Energien auszuschöpfen, anstatt unsere letzten Ölvorräte zu verheizen.

Die Freude ist gross

Bei den Naturschutzorganisationen Pro Natura, WWF und BirdLife Schweiz aber auch bei der Schweizerischen Energie-Stiftung wurde der Entscheid mit grosser Freude zur Kenntnis genommen. Selbst in den deutschen Medien fand der Sieg der Sachlichkeit „über eine unsäglich dümmliche Kampagne“ der Energiegesetzgegner Anklang:

„Doch die Bürger blieben standhaft, vertrauten eher nüchternen Argumenten als einfältigem Alarmismus. Und machten damit deutlich: Selbst eine teure Kampagne kann in einer stabilen Basisdemokratie verpuffen. Auch das ist beruhigend“, beschreibt die taz den Wahlausgang der Abstimmung über das Energiegesetz vom 21. Mai.

Weitere Details zu den Abstimmungsresultaten finden Sie auf der Website des Bundes.

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