© By Roland zh (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
© By Roland zh (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Abgelehnt: Revision des Wasserwirtschaftsgesetzes

  • Nicole Wabersky
  • -

Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser haben klar mit 58.7 Prozent Nein-Stimmen die Revision des Wasserwirtschaftsgesetzes im Kanton Schaffhausen abgelehnt. Zum wiederholten Mal hat sich das Stimmvolk für den Erhalt der letzten noch frei fliessenden Rheinstrecken und den grössten Wasserfall Europas ausgesprochen.

Pro Natura sieht im Nein des Schaffhauser Stimmvolkes zur Nutzung des Rheinfalls ein deutliches Signal an die Bundespolitik. Die Energiewende ist zu schaffen ohne vorauseilend die schönsten Naturdenkmäler und wichtigsten Naturräume unseres Landes zu zerstören.

Die Mehrheit des Schaffhauser Stimmvolks lehnt eine Gesetzesänderung ab, welche den Weg für ein neues Wasserkraftwerk am Rheinfall und eine Flutung eines Flachmoors von nationaler Bedeutung hätte ebnen sollen. Die Schaffhauser Bevölkerung setzt damit ein deutliches Zeichen gegen das unnötige und vorauseilende Verscherbeln des landschaftlichen und ökologischen Tafelsilbers unter dem Vorwand des Atomausstiegs. Pro Natura ist erleichtert über die Weitsicht des Schaffhauser Stimmvolkes.

Aqua Viva ist hoch erfreut und erleichtert, dass die unnötige Vorlage abgelehnt und damit einer weiteren Ausbeutung des Rheins Einhalt geboten wird. Die Gewässerschutzorganisation hat sich an vorderster Front mit einer breit abgestützten Allianz von Rheinfreunden gegen die Revision des Wasserwirtschaftsgesetzes eingesetzt.

«Der Rhein ist für viele Schaffhauserinnen und Schaffhauser ein unersetzbares Stück Heimat», ist Stefan Kunz, Geschäftsführer von Aqua Viva, überzeugt. Regierung und Kantonsrat haben diese emotionale Bindung zum Rhein und die Bedenken der Gegner nicht Ernst genommen. Über die Konsequenzen einer Revision des Wasserwirtschaftsgesetzes wurde die Bevölkerung bis zum Schluss im Ungewissen gelassen.

Beitrag kommentieren