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Eine Netzgiraffe (Giraffa reticulata) © Julian Mason, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Die neue Vielfalt der Giraffen            

  • Cécile Villiger
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Die Giraffe ist artenreicher als gedacht. Aus früher einer Art mit neun Unterarten wurden neu vier Arten differenziert, möglich machen es molekulargenetische Analysen.

Die Giraffe ist ein imposantes Tier, es ist nicht nur das höchste Landlebewesen der Welt, sondern es hat auch den höchstn Blutdruck aller Säugetiere. Das ist wichtig, denn der in bis zu sechs Meter Höhe liegende Kopf muss mit Blut zu versorgt werden.

Bis jetzt ist man aufgrund der Verbreitungsgebiete, der Fellzeichnung oder dem Aussehen der Hörner von einer Spezies ausgegangen, die sich in neun Unterarten unterteilen liess. Nun haben Forscher vom Senckenberg-Biodiversität-und-Klima-Forschungszentrum in Frankfurt am Main das Genom dieses Tieres analysiert, dabei sind sie auf vier Giraffenspezies gestossen, die sich nicht untereinander paaren:

  1. Südgiraffe (Giraffa giraffa)
  2. Massai-Giraffe (Giraffa tippelskirchi)
  3. Netzgiraffe (Giraffe reticulata)
  4. Nordgiraffe (Giraffa camelopardalis)

Diese Studie bringt Auswirkungen auf den Artenschutz. Über die letzten drei Jahrzehnten hat sich der Bestand von Giraffen laut Schätzungen der Giraffe Conservation Fondation  (GCF) von 150’000 auf weniger als 100’000 Individuen verkleinert. Von der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) wurde die Giraffe bis jetzt als „nicht gefährdet“ eingestuft. Durch die neue Einteilung muss die Rote Liste neu angepasst und auch der Rückgang über die letzten 30 Jahre mit einbezogen werden. Zum Beispiel gäbe es von den Nordgiraffen nur noch 4750 Individuen und von den Netzgiraffen 8700, schätzt die GCF, was Giraffenarten zu sehr bedrohten Tieren macht und sie sehr wohl Schutzmassnahmen bräuchten.

Hier können Sie mehr über die vier Giraffenarten erfahren.

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