© Mel [CC-BY-SA-3.0], via flickr
© Mel [CC-BY-SA-3.0], via flickr

Die Luchse konnten in der Nordschweiz Fuss fassen!

  • Kathrin Ruprecht
  • -

Das Wiederansiedlungsprojekt für Luchse in der Nordostschweiz Luno ist ein Erfolg. Das bestätigt ein im vergangenen Winter durchgeführtes Fotofallen-Monitoring der Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement Kora. 15 selbständige Luchse und acht Jungtiere wurden nachgewiesen.

Zwischen 2001 und 2008 wurden zwölf Luchse im Rahmen des Projektes Luno in die Nordostschweiz umgesiedelt, um die Ausbreitung der Art im Alpenraum zu fördern. Das 15 Jahre dauernde Projekt entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte für die Wiederansiedlung von ausgerotteten Wildtieren, schreibt der Kanton St.Gallen.

Von Dezember 2014 bis Februar 2015 führte die Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement Kora im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt Bafu und zusammen mit den Jagdverwaltungen der Kantone Appenzell Inner- und Ausserrhoden, St.Gallen, Thurgau und Zürich an 54 Standorten in der Nordostschweiz ein Fotofallenmonitoring durch. 15 selbständige Luchse und drei Jungtiere konnten individuell bestimmt werden.

Die St.Galler Jagdgesellschaften wiesen im vergangenen Jahr fünf weitere Jungtiere nach. Im Rahmen einer leistungsorientierten Abgeltung werden sie für diesen Beitrag des Monitorings entschädigt, wenn ihr Revier ein vom Wildhüter bestätigtes Luchsvorkommen aufweist. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Winter 2011/12 ist die Luchsdichte stark angestiegen.

Luchse in der Schweiz

Der Luchs (Lynx lynx) starb in der Schweiz während des 19. Jahrhunderts aus. Die letzte historische Beobachtung erfolgte 1904 beim Simplonpass. Vor 40 Jahren wurde der Luchs in der Schweiz wieder angesiedelt. Seither konnte sich eine stabile Population etablieren. Der Lebensraum behagt ihm und Beute hat es genug. Dennoch gilt die Art heute noch zu Recht als bedroht. Für ihre Erhaltung im Alpenraum trägt die Schweiz eine spezielle Verantwortung.

Beitrag kommentieren