Kuh

Die Hörnerfranken-Petiton

  • Corinna von Kürthy
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Mit dem Hörnehrfranken sollten Bauern entschädigt werden, die ihren Kühen die Hörner lassen. Die vorberatende Kommission für Wirtschaft und Abgaben WAK des Ständerats hatte noch mit 6 zu 3 Stimmen für die Idee des „Hörnerfrankens“ gestimmt. Im Plenum aber lehnte sie dann der Ständerat im Dezember mit 19 zu 16 Stimmen ab.

Deshalb wird die IG Hornkuh bei der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 2014-17 im April, Mai 2013 erneut eine Eingabe machen. Das Anliegen, die Halterinnen und Halter behornter Tiere mit Direktzahlungen zu unterstützen, ist somit nicht vom Tisch.

Der Hörnerfranken wäre nicht nur ein Anreiz, den Kühen und Ziegen ihre Hörner zu lassen, er könnte die Tierhalter auch für den erhöhten Aufwand entschädigen: Kühe mit Hörnern brauchen in Laufställen mehr Platz und sie brauchen mehr Betreuung.

Nun will die IG Hornkuh die Bevölkerung einbeziehen, und zwar mit der Hörnerfranken-Petition, die sie im vergangenen Herbst lanciert hat. Um die Unterschriftensammlung anzukurbeln, starteten sie gestern mit einer Plakataktion: In rund 40 Deutschschweizer Bahnhöfen wurden während der Frühlingssession der eidgenössischen Räte Plakate ausgehängt. Die Plakate werden nun für mindestens zwei Wochen hängen bleiben.

Das Plakat zeigt zwei schöne horntragende Kühe „im Zwiegespräch“ auf der Weide und zitiert dazu Bundesrat Johann Schneider-Ammann: „Mir gefallen Kühe mit Hörnern grundsätzlich besser.“ Das sagte Schneider-Ammann am 12. Dezember 2012 im Ständerat.

Die Plakataktion wird finanziell unterstützt von Schweizer Bergheimat, ProSpecieRara, Kleinbauern-Vereinigung VKMB, Demeter Schweiz, Bio Suisse, Schweizer Tierschutz STS sowie verschiedenen privaten Gönnerinnen und Gönnern.

Bild: Ikiwaner [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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