Biene

Die Gesundheit der Bienen soll gefördert werden

  • Corinna von Kürthy
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Die Bienen haben im vergangenen Jahr recht viel Aufmerksamkeit bekommen. Zum einen lancierte Greenpeace eine Petition zum Schutz der Bienen,  zum anderen war der Film „More than Honey“ von Markus Imhoof stark in den Medien vertreten. Seit Anfang des Jahres gibt es an der Universität Bern nun auch einen Professor für Bienengesundheit. Peter Neumann, Privatdozent am Zentrum für Bienenforschung der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP-Haras, wurde von der Berner Universitätsleitung für die „Vinetum-Professur für Bienengesundheit“ an der Vetsuisse-Fakultät gewählt. Die Bieler Stiftung Vinetum stellt der Universität 5 Mio. CHF für die zunächst auf 10 Jahre angelegte Professur zur Verfügung.

Der ursprünglich aus Berlin stammende Peter Neumann (45) ist seit 2006 am Zentrum für Bienenforschung von Agroscope in Bern als Forscher tätig. Anfang 2007 habilitierte er sich an der Universität Bern in Zoologie um – speziell in Evolutions- und Verhaltensökologie – und lehrte am Institut für Ökologie und Evolution. Seit 2008 leitet Peter Neumann das wissen- schaftliche Netzwerk COLOSS („Prevention of honey bee Colony LOSSes“) mit zurzeit über 300 Mitgliedern aus 62 Ländern, das den weltweiten Verlust von Honigbienen-Kolonien erforscht.

Das Thema Bienengesundheit hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen: Das massenhafte Sterben ganzer Bienenvölker ist ein Phänomen, das nicht nur Imkerinnen und Imker sowie Forschende aufgeschreckt, sondern auch die breite Öffentlichkeit aufmerksam gemacht hat. Wegen des Bienensterbens von epidemischem Ausmass besteht die Gefahr, dass Nutz- und Wildpflanzen weniger bestäubt werden – mit möglichen negativen Auswirkungen auf Ökologie und Wirtschaft. Die Ursachen sind bis heute weitgehend unverstanden.

Mit der neuen Professur in Bern wird nun eine bedeutende Lücke geschlossen. Die intensive Erforschung der Ursachen der Bienenkrankheiten soll der gefährdeten Bestäubung und der Beeinträchtigung der Ernährungssicherung nun entgegenwirken.

Bild: Jean-Luc [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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COLOSS

Vinetum

3 Kommentare

  • Eva Infanger - Castillo

    Für mich ist selbtverständlich über Unseres Bienen Achsamkeit und Hilfe anzubieten.

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  • Christine Dobler Gross

    Bleibt zu hoffen, dass auch die Wildbienen, welche ebenfalls eine sehr wichtige Funktion als Bestäuber einnehmen, nicht vergessen gehen – auch deren Lebensgrundlagen und Lebensraum ist gefährdet ; es sollte in die Forschung einfliessen, wie dem Fortbestand der Wildbienen geholfen werden kann.

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