mit MM 13.2.17 Tierpark Goldau
Bartgeierpaar Hans und Mascha sorgen für Nachwuchs auf der «Bank der Liebe». | © Tierpark Goldau

Die Geier sind auf die Romantik gekommen

  • Cécile Villiger
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Bei den Bartgeiern Mascha und Hans läuft es ausgezeichnet in ihrer Paarbeziehung. Die beiden bebrüten gerade ein Ei in der Volière des Natur- und Tierparks Goldau. Wenn alles gut läuft, werden sie im Februar zum zwölften Mal Eltern eines Jungvogels.

Dass Mascha und Hans so zuverlässig für Nachwuchs sorgen, ist nicht selbstverständlich. Bartgeier sind wählerisch in der Wahl des Partners. Sind sich die beiden Geschlechter nicht grün, kommt es zu Spannungen und Streit. Die grösseren Weibchen schüchtern dann die etwas kleineren Männchen ein. Für die Zucht in Zoos erfordert das viel Fingerspitzengefühl bei der Verpaarung der Vögel. Kommen die Bartgeier hingegen gut miteinander klar, steht einer lebenslangen Partnerschaft nichts im Weg.

Die «Flirts» der Bartgeier beginnen mit Balzspielen im Herbst und im frühen Winter. Zum Werbeverhalten gehört, dass die Partner einander mit ihren Schnäbeln am Kopfgefieder kraulen. Dieses Verhalten dient dazu, die Partner für die Brut- und Aufzuchtphase einzustimmen. Die Paarung findet auf einem Felsen oder am Rand des Horsts statt. In dieser Zeit kann das laute Trillern des Männchens gehört werden. Gegen Ende Dezember legt das Weibchen ein Ei, aus dem nach durchschnittlich 54 Tagen ein Jungvogel schlüpft.

Im Natur-und Tierpark Goldau kommen ab dem Valentinstag neben den Bartgeiern auch menschliche «Turteltauben» auf ihre Kosten. Die «Bank der Liebe» in der Nähe der Steinbockanlage mit romantischem Panoramablick auf die Rigi lädt zum verliebten Stelldichein ein.

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