© Christa Rohrbach [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons
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Die Fischwanderung stand für einen Tag im Fokus

  • Nicole Wabersky
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Der „World Fish Migration Day“ vom 24. Mai wurde weltweit von Neuseeland bis Hawaii gefeiert. An einem Familienfest am Rhein bei Schaan haben sich zahlreiche Menschen für Probleme und Lösungen rund um den Alpenrhein interessiert.

Die Veranstalter wollten auf die Wichtigkeit von natürlichen, durchgängigen Flüssen und Bächen hinweisen. Denn eine ungehinderte Fischwanderung ist für viele Arten überlebenswichtig.

Die Anlässe im Rahmen des „Weltfischwandertages“ begannen in Neuseeland und folgten der Sonne bis nach Hawaii. Am Alpenrhein organisierten die Plattform Lebendiger Alpenrhein, der Dachverband ProFisch Alpenrhein und die Werkstatt Faire Zukunft einen Familientag dazu. Entsprechend haben Familien, Fischer, Naturschützer und Passanten den Anlass besucht.

Daniel Dietsche, Schweizerischer Rheinbauleiter, berichtete über die weit fortgeschrittenen Planungen für Rheinaufweitungen in Maienfeld-Bad Ragaz und auf der schweizerisch-österreichischen Rheinstrecke. Seiner Meinung nach wäre es für diese Projekte sehr nützlich, wenn es in Liechtenstein auch konkrete Planungen von Rheinaufweitungen gäbe.

Mario Broggi von der Werkstatt Faire Zukunft zeigte auf, dass die Durchgängigkeit für Wanderfische im Alpenrheinsystem an vielen Stellen massiv beeinträchtigt ist. Der gerade, schnelle Rhein sei heute zusammen mit der Autobahn und den Hochspannungsleitungen ein Symbol für Tempo und Stress. Ein dermassen beschleunigtes Tal verliere die Lebensqualität für die Bevölkerung. Aufweitungen am Alpenrhein hingegen würden einen Gewinn für alle bringen. Für die Natur bieten sie vielfältige Lebensräume, für die Menschen Erholung, Entspannung und Spielplätze für Kinder.

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