© Rubén Moreno Montolíu,   [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
© Rubén Moreno Montolíu, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Die Erdressourcen fürs 2016 sind verbraucht

  • Amanda Buol
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Ab heute, 08. August 2016, sind die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, welche die Erde für das ganze Jahr 2016 zur Verfügung stellt. Ab dann bis Jahresende muss der Mensch sozusagen Kredit bei der Natur aufnehmen. Der heutige Tag wird als „Earth Overshoot Day“ bezeichnet.

Heute müsste die Erde theoretisch aus dem Übereinkommen mit der Menschheit aussteigen und ihr den Zugang zu weiteren Ressourcen verweigern. Grund für den „Planet-Exit“ ist die Tatsache, dass die Menschen in weniger als acht Monaten soviel von der Natur verbraucht haben, wie eigentlich fürs ganze Jahr 2016 hätte reichen sollen, teilt WWF Schweiz mit. Ab heute müssten also alle Flugzeuge am Boden bleiben, die Börsen ihren Handel einstellen und die Shoppingzentren geschlossen bleiben. Erstmals verbrauchte die Weltbevölkerung Anfang der 70er Jahre mehr Ressourcen, als die Erde im gleichen Zeitraum produzieren konnte. Damals fiel dieser Tag (der Earth Overshoot Day) in den Dezember, inzwischen sind wir Anfang August angelangt.

Die Menschheit lebt ab heute nicht nur von den Zinsen der Natur, sondern zerrt auch an der Substanz. Damit auch spätere Generationen einen lebenswerten Planeten vorfinden, braucht es einen achtsameren und effizienteren Umgang mit Rohstoffen. Das gilt erst recht für unser Land. Denn lebten alle auf der Welt wie die Schweizerinnen und Schweizer, wären die Ressourcen von 3,3 Erden für die Deckung unseres Konsums erforderlich.

Mit wenigen, aber folgereichen Entscheiden, kann jeder seinen Ressourcenverbrauch massiv reduzieren und gleichzeitig an Lebensqualität gewinnen. Wer nicht ans andere Ende der Welt fliegt und dafür Ferien in der Schweiz oder im nahen Ausland verbringt, vermeidet acht Tonnen CO2 mit einer einzigen Reise. Auch beim Wohnen gibt es grosses Potential. Wer von Ölheizung auf Wärmepumpe umstellt, vermeidet jährlich vier Tonnen CO2. Und eine Tonne CO2 pro Jahr spart bereits, wer pro Woche 300 Gramm anstatt 2 Kilogramm Fleisch isst. Zum Vergleich: Die jährlichen CO2-Emmissionen pro Kopf in der Schweiz betragen 13 Tonnen.

Mit Hilfe des Footprint-Rechners kann der persönliche Fussabdruck berechnet werden »

1 Kommentar

  • Leclair Agnès

    Ich schlafe oft nicht weil es mir so bewusst ist und ich zwar informieren möchte jedoch nicht missionieren will. Aber ich bin auch froh dass ich einen grossen Beitrag bereits leiste indem ich verzichte auf Elektrogeräte, heize mit Holz, kein Auto habe. Ich bin jetzt 58 und im Leben erst zweimal geflogen bin. Meine Ferien gingen nie weiter als Portugal und ich hatte auch nie das Bedürfnis weiter zu gehen. Auch wenn ich nur eine Einzelperson bin, glaube ich meine jugendlichen Träume und Überzeugungen bis heute zu leben und damit zu helfen die ressourcen weiterhin zu schonen. Ich danke euch vom WWF für die grossartige Arbeit die ihr leistet. Aber auch viele andere Umwelt – und Tierschützerorganisationen bin ich sehr verbunden!

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