Ein Moschusochse am Horizont.
Mein Lebensraum. © GNJ 2019, Michael Winkmann

Eindrückliche Naturbilder gewinnen Fotowettbewerb

  • Stefanie Wermelinger
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Die Siegerfotos des Wettbewerbs «Naturfotograf des Jahres 2019» sind nun auserkoren. Eine Ameise im Mondlicht, eine Aue im ersten Morgenlicht oder ein Schneehase, der durch das Bild rennt: Diese Motive und viele mehr gehören zu den Siegern in den verschiedenen Kategorien. Hier eine kleine Auswahl zu den Bildern.

Beim Mitgliederwettbewerb der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) wurde der Naturfotograf des Jahres 2019 gesucht. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zeigt nun die 70 Siegerbilder in einer Ausstellung. Die Bilder dokumentieren insbesondere die Schönheit und Bedeutung von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen in aller Welt, berichtet das BfN.

Neben der fotografischen Leistung, die hinter den Bildern steckt, ist es die Vielfalt der Motive, die den Reiz der Ausstellung ausmacht, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. So finden sich in den Tierkategorien unter anderem ein schlüpfender Königspinguin, ein jagender Leopard oder auch eine Ameise im Mondlicht.

Ein schlüpfender Königspinguin.
What’cha got. © GNJ 2019, Stefan Christmann
Ameise einer Ameisenstrasse im Mondlicht.
Die im Dunkeln sieht man nicht. © GNJ 2019, Antje Kreienbrink

Stellvertretend für die Pflanzen stehen beispielsweise das Maiglöckchen, der Sonnentau oder der Wind in den Halmen.

Ein Maiglöckchen im Wald.
Maiglöckchen. © GNJ 2019, Heinz Buls

Regenwald, Steppe im Herbst und Gletscher Strukturen spiegeln die Vielfalt der Landschaften wider.

Nebelmorgen in der Elbaue
Die Aue erwacht. © GNJ 2019, Kevin Prönnecke
Ein Regenwald in Borneo.
Regenwald. © GNJ 2019, Florian Smit

Und in der Sonderkategorie Action zanken sich zwei Stare, fliegt ein Delfin über der Wasseroberfläche und hoppelt unter dem Titel Weisser Blitz ein Schneehase über den eisigen Untergrund.

Ein Schneehase in Schottland.
Weisser Blitz. © GNJ 2019, Hermann Hirsch

Die Gelbhalsmaus, fotografiert von Klaus Tamm aus Wuppertal, ist Gesamt-Siegermotiv des diesjährigen Wettbewerbs. Zur Entstehung des Bildes, dem er den Titel Plagegeist gegeben hat, berichtet er: Da die Mäuse in der Dunkelheit nur schwer zu erkennen waren, brauchte es viele Versuche, vernünftige Fotoergebnisse zu erzielen. Über mehrere Tage hinweg besuchten wir diese wunderbaren Geschöpfe. Eines Abends gesellte sich eine Mücke zu einer Maus, die diese offensichtlich als Zapfstelle für ihr Abendmahl nutzen wollte. Für die Komposition war die Mücke ein Segen, für die Maus jedoch ein Plagegeist.

Gelbhalsmaus und Mücke im Rombergpark Dortmund.
Plagegeist. © GNJ 2019, Klaus Tamm

Auch eine Botschaft steckt hinter dem Wettbewerb: Bei all der Freude über die schönen und vielfältigen Motive dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass es um die biologische Vielfalt in Deutschland und auch weltweit nicht gut bestellt ist, erklärt Prof. Beate Jessel. Der Anfang Mai veröffentlichte globale Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES hat die Lage eindrücklich dargestellt. Dieser gibt uns auch eine klare Botschaft mit auf den Weg: Wir müssen Lebensräume schützen und so gestalten, dass unsere bedrohten, aber auch bislang häufige und nicht gefährdete Arten wie die Gelbhalsmaus eine Chance auf dauerhaftes Überleben haben.

Die Ausstellung GDT Naturfotograf des Jahres 2019 ist bis 30. September 2019 in der Bibliothek des Bundesamtes für Naturschutz, Konstantinstraße 110, 53179 Bonn zu sehen.

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