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    © Rob Dammers, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

    Die Bahn gewinnt Anteile im alpenquerenden Güterverkehr

    • Cécile Villiger
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    Erfreuliche Entwicklung im alpenquerenden Güterverkehr: Im ersten Halbjahr 2016 fuhren erstmals weniger Lastwagen durch die Schweizer Alpen, seit der im Jahre 2001 beschlossenen Verlagerungspolitik.

    In weniger als drei Monaten geht der Gotthard-Basistunnel voll in Betrieb. Der Güterverkehr entwickelt sich schon heute in die richtige Richtung: Die Zahl der alpenquerenden Lastwagen nimmt ab, die Bahn gewinnt Anteile hinzu.

    Die Massnahmen und Instrumente des Bundes zur Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene scheinen zu wirken: Insgesamt verkehrten im ersten Halbjahr 20,8 Millionen Tonnen Güter auf Strasse und Schiene über die Schweizer Alpen. Die Bahn transportierte über die Gotthard- und die Lötschberg-Simplon-Achse fast 14,8 Millionen Tonnen, 7,7 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Sowohl der Wagenladungs- als auch der unbegleitete kombinierte Verkehr legten zu. Die Menge der auf der Strasse transportierten Güter nahm um 2,1 Prozent ab. Dadurch erhöhte sich der Marktanteil der Schiene am Transportvolumen durch die Alpen auf 71 Prozent. Das ist der höchste Wert, seit 2001.

    Mit dem Gotthard-Basistunnel wird die Bahn-Infrastruktur nochmals besser. Die Alpen-Initiative schlägt konkrete Massnahmen vor, wie der Gotthard-Basistunnel optimal genutzt und das Verlagerungsziel erreicht werden kann:

    1. Einführung von CO2-Limiten für die Lastwagen.
    2. Einführung einer Alpentransitabgabe, ergänzend zur LSVA.
    3. Priorität für Güterzüge gegenüber Personenzügen auf der Gotthard-Achse.
    4. Gleiche Rahmenbedingungen für Bahn und Strasse (Arbeitszeiten, Sicherheit usw.).

    Reduziert die Schweiz die Zahl der Lastwagen, so nützt das den Menschen und den Alpen. Gleichzeitig wird das Strassennetz entlastet und die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden erhöht.

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