Detox-Flashmob: 6oo strippten für saubere Flüsse

  • Dominique Haiden
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GewässerverschmutzungÜber 600 Aktivistinnen und Aktivisten haben sich heute in 29 Städten und 10 Ländern vor Nike- und Adidas-Läden deren “Schmutz-Wäsche” vom Leib gerissen. Dabei wurden unzählige Kunden überrascht, wahrscheinlich ein Weltrekord im Massenstriptease fürs Guiness Buch der Rekorde aufgestellt und die globalen Sportbekleidungs-Giganten Nike und Adidas aufgefordert, die Wasserverschmutzung durch giftige Chemikalien bei der Herstellung ihrer Markenartikel zu stoppen. In Basel haben vor dem Nike-Store über zwei Dutzend Menschen gestrippt.

Mit diesem rekordverdächtigen Detox-Massenstriptease, der ins Guiness Buch der Rekorde eingetragen werden soll, protestieren die Striptease-Teams zusammen mit Greenpeace weltweit tanzend gegen die Wasserverschmutzung durch Sportmarkenartikel-Hersteller wie Nike, Adidas & Co.

„Über 600 Menschen, mehr als zwei Dutzend davon in Basel, haben heute mit dem rekordverdächtigen Detox-Striptease bewiesen, dass nichts unmöglich ist. Jetzt ist es an Nike & Co. zu beweisen, dass sie Wort halten und fähig sind, die Wasserverschmutzung durch gefährliche Chemikalien bei der Herstellung ihrer Markenartikel zu stoppen“, insistiert Matthias Wüthrich, Leiter der Chemiekampagne von Greenpeace Schweiz.

Der Nike Store an der Steinenvorstadt in Basel wurde auserkoren, weil auch der von Nike gesponsorte Champion Roger Federer dort seine Kleiderkollektion verkauft. Der Basler Tennisweltstar wurde letzte Woche von Greenpeace kontaktiert, damit auch er seine Strahlkraft auf Nike wirken lassen wolle – immerhin ist er Nike sehr viel Sponsoring-Franken und möglicherweise eine weniger Umwelt verschmutzende Kleiderherstellung wert.

Die Aktion ist Teil einer globalen Greenpeace-Kampagne, die unter anderem von Nike und Adidas die Entfernung von giftigen Chemikalien aus der Produktionskette und Produkten fordert. Eine zwölf Monate dauernde Recherche entlang von Flüssen in China hat gezeigt, dass Zulieferer von Nike, Adidas und weiterer internationaler Sportmarkenhersteller giftige Chemikalien in Flüsse einleiten (naturschutz.ch berichtete). Die Resultate entsprechen wohl nur einem Bruchteil der Verschmutzung durch die Textilindustrie, unter denen die Menschen und die Umwelt weltweit zu leiden haben.

Weitere Informationen

Greenpeace Schweiz

Bild: Dragons flight (Wikimedia Commons)

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