© hehaden [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Wolf mobilisiert – 10’000 Unterschriften gesammelt

  • Amanda Buol
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10‘000 Menschen haben ein Zeichen gegen die geplanten Wolfsabschüsse am Calanda gesetzt. So oft wurde die Petition “Kein Abschuss von Wölfen am Calanda!“ der Gruppe Wolf Schweiz (GWS) in zehn Tagen unterzeichnet. Diese Stimmen sowie die neuen Fakten zu nach wie vor vorhandenen Futterplätzen sollten die Entscheidungsträger ernst nehmen und deshalb auf die Abschüsse verzichten.

Die Petition “Kein Abschuss von Wölfen am Calanda!“ wurde vergangene Woche als Reaktion auf den beantragten Abschuss zweier Wölfe lanciert. Wie die Gruppe Wolf Schweiz mitteilt wurde die Petition innerhalb von zehn Tagen von 10‘000 Personen unterzeichnet. Die Petition verlangt, dass auf die Abschüsse verzichtet werden soll. Stattdessen solle man versuchen die Wölfe zu verscheuchen, falls sie ihre Scheu verlieren. Die Petition wird in den nächsten Tagen den zuständigen Behörden der Kantone Graubünden und St. Gallen übergeben.

Wie verschiedene Meldungen zeigen, sind im Umfeld von Siedlungen am Calanda nach wie vor Futterplätze für die Fuchsjagd vorhanden, die auch Wölfe anlocken könnten. Ebenfalls räumen die Behörden mittlerweile ein, dass im Siedlungsgebiet noch immer weitere Futterquellen vorhanden seien. Die GWS ist der Ansicht, dass die Bedingungen für einen Abschuss eindeutig nicht gegeben seien. Denn laut Schweizerischer Jagdverordnung müssten sich Wölfe zwingend “aus eigenem Antrieb“ Siedlungen annähern und dabei “zu wenig scheu oder aggressiv“ sein. Finden sie hingegen Futterquellen in Menschennähe, nutzen sie diese auch, was Abschüsse nicht verhindern werde. Deshalb werden die Behörden von Bund und Kantonen aufgefordert, keine Abschussbewilligung zu erteilen.

Weitere Informationen über den Wolf und die Petition finden Sie hier:

Retten Sie die Calanda-Wölfe

Den Calanda-Wölfen droht der Abschuss

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