Wölfe bewirken eine drastische Verhaltensänderung in den Beutetieren © Cloudtail [CC-BY-SA-3.0], via flickr
Wölfe bewirken eine drastische Verhaltensänderung in den Beutetieren © Cloudtail [CC-BY-SA-3.0], via flickr

Der Wolf M41 hat die Schweiz verlassen

  • Kathrin Ruprecht
  • 1

Zum dritten mal ist nun ein Schweizer Wolf Richtung Südosten abgewandert. Der Wolf M41, welcher sich zuvor im Tessin und im Graubünden aufgehalten hatte, wurde letzen Herbst und diesen Frühling im Südtirol nachgewiesen.

Der Wolfsrüde M41 hat sich sicher bis zum 11. März letzten Jahres, zumindest teilweise, in der Schweiz aufgehalten. Denn am 25. und 27. November 2013 konnte er in Gambarogno im Kanton Tessin und am 11. März 2014 in Bregaglia im Kanton Graubünden genetisch nachgewiesen werden.

Nun sind aber Spuren von den Gemeinden Kastelbell und Ulten im Südtirol ausgewertet worden. Sie beweisen die Anwesenheit des Wolfes M41 am 4. September 2014 in Ulten und am 24. März in Kastelbell, wie KORA berichtet.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Wolf das Südtirol der Schweiz vorgezogen hat. Im Jahre 2010 wanderte der Wolfsrüde M24 ebenfalls ins Tirol ab. Und auch die Wolfsfähe F10, aus dem Nachwuchs von 2013 des Caladarudels stammend, wanderte in Richtung Südosten. Im Sommer 2014 konnte sie dann bei Madonna di Campiglio (Trentino) nachgewiesen werden.

Kora-Bericht über die Wölfin F10

1 Kommentar

  • Urs von Arx

    „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!“
    Es ist doch bezeichnend für den Zustand unserer Biodiversität, dass Bioindikatoren wie der Wolf, die Schweiz wieder dorthin verlassen wo sie hergekommen sind. Oder spüren die Wölfe etwa, dass sie bei uns nicht willkommen sind, dass in der Schweiz Tiere nur geschützt sind solange es sie nicht gibt und oder sie zumindest niemanden stören!

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