In Aminona will man keine Hotellandschaft. | © Faustino Garcia, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
In Aminona will man keine Hotellandschaft. | © Faustino Garcia, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Der Turmbau zu Aminona ist gestoppt

  • Amanda Buol
  • 3

Grosser Erfolg im Kampf gegen kalte Betten und Zersiedelung: Das Bundesgericht annulliert den Quartierplan «Aminona-Ouest» der Gemeinde Mollens (VS) und stoppt damit den Bau von fünf überdimensionierten Türmen.

Mit dem nun annullierten Quartierplan beabsichtigte die «Aminona Luxury Resort and Village SA» den Bau von fünf Türmen für Hotels, Erst- sowie Zweitwohnungen und Geschäfte. Als Grundlage für diesen Quartierplan diente der Nutzungsplan 2000/2002.

Mit seinem Entscheid stellt das Bundesgericht nun klar, dass der Nutzungsplan der Gemeinde Mollens dringend überarbeitet werden muss, da sich die Verhältnisse in der Zwischenzeit erheblich geändert haben. Zum einen wurde am 11. März 2012 die Zweitwohnungsinitiative angenommen. Zum anderen ist am 1. Mai 2014 das neue Raumplanungsrecht mit gewichtigen Änderungen in Kraft getreten. Entsprechend kann die Gemeinde Mollens gar keinen neuen Quartierplan bewilligen sondern muss zuerst ihre Nutzungsplanung anpassen.

Das Bundesgericht wies insbesondere darauf hin, dass die Gemeinde bereits vor der Zweitwohnungsinitiative zu grosse Bauzonen hatte. Der Staatsrat hätte, so das Bundesgericht, die Gemeinde anweisen müssen ihren alten Zonenplan von 2000 zu überarbeiten und die Bauzonen zu redimensionieren. Mit dem seit 2012 geltenden Bauverbot für neue Zweitwohnungen seien die Bauzonen nämlich viel zu gross.

Über diesen Entscheid freuen sich die Organisationen Helvetia Nostra und Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, welcher den gigantischen Plänen in Aminona ein Ende setzt und die Streubauweise stoppt. Dank dieses wegweisenden Urteils wird der Kanton nun aufgefordert, die Redimensionierung der Bauzonen im Wallis umzusetzen.

3 Kommentare

  • Hotz

    Hallo,
    es geht nicht ums verhindern, es geht um Recht und Gesetz. Auch im Wallis können sie nicht machen was sie wollen.

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  • Sacha Balsiger

    Es macht mich echt nachdenklich. Hauptsache man kann etwas verhindern oder blockieren. Ihr seit gegen alles. Mit den zusätzlichen Türme hätte man eine schön verdichtete Einheit mit kompaktem Ortsbild geschaffen. Jetzt wird die Zersiedelung verschärft. Hätte man Chalets verboten kann man Zersiedelung stoppen, aber die Türme wäre ein super Ensemble gewesen!!!Immer und überall alles verbieten. Auch in Skigebieten wird alles blockiert. Dort wo bestehende Infrastruktur vorhanden ist, muss man auch investieren und ausbauen. Es wird automatisch weniger Skigebiete geben. Also warum nicht Gebiete mit Potential unterstützen???Im Ausland wird keine Verhinderungspolitik betrieben. Ausserdem sind Schweizer Skigebiete ohnehin schon klein im Vergleich zu Frankreich/Italien/Österreich. Ich bin einfach nur enttäuscht!

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    • Rodi

      Voll Deiner Meinung Sacha! Ich fand schon als Knirps Aminona super und träumte später von einer Vergrösserung / Verdichtung.
      Den Bundesgerichtsentscheid gilt es zu akzeptieren, das ist ja klar, aber in diesem Fall hier bedaure ich ihn SEHR.


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