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Der rauen Bergnatur trotzend!

  • Nicole Wabersky
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Ist man viel im Schnee abseits der Zivilisation unterwegs, hat man bestimmt schon die ein oder andere Tierspur gesehen. Dabei haben laut dem Artikel von Stefan Bachmann im Beobachter Natur vom 4. Februar 2009 wildlebende Tiere, wie Schneehuhn, Schneehase, Murmeltier und Hirsch sehr interessante Fähigkeiten entwickelt, um einen Schutz gegen die rauen Bedingungen in der Bergwelt während der Winterzeit zu haben.

 

Das Schneehuhn hat nicht nur ein weisses Gefieder, sondern auch Federn an Beinen und Klauen. Dadurch kann es auf dem Schnee ohne einzusinken gehen. Dank seiner Tarnung und dem Ruhen in einer Schneehöhle kann es sich gut vor Feinden verbergen. Wie im Artikel genannt, nimmt die Nahrungsaufnahme im allgemeinen ab und um sich dem knappen Nahrungsangebot anzupassen, ist der Darm verlängert. Um sich besser zu isolieren lässt das Schneehuhn Luft zwischen die Federn, oder lässt sich einfach einschneien.

 

Der Schneehase ist im Winter mit einem weissen Fell ausgestattet und eher nachtaktiv. Dank seinen großen Hinterpfoten kann er sich gut auf dem Schnee fortbewegen. Hierbei legt er auch verschiedene Spuren aus, um seine Feinde zu täuschen. Die begrenzt Nahrung kompensiert der Schneehase durch einen sehr großen Blinddarm, um seinen Kot ein weiteres Mal zu gebrauchen.

 

Das Murmeltier hingegen geht mit einem dicken Fell in den Winterschlaf. Wobei es ca. alle zwei Wochen kurz aufwacht, das Gehirn lüftet und sich Erleichterung verschafft. Vor dem Winterschlaf frisst sich das Murmeltier eine dicke Fettschicht an, da es während der Winterzeit keine Nahrung weiter aufnimmt. Auch fährt es jegliche Funktionen, wie Körpertemperatur, Herzschlag und Atem herunter, wie im Artikel geschildert.

 

 

Andere Tiere, wie Rothirsch, Steinbock und Gams fahren auch ihre Körpertemperatur für wenige Stunden runter, wenn sie sich sehr sicher fühlen und ruhen dann in dieser Zeit. Ansonsten sind diese Tiere aktiv und nehmen weiterhin Nahrung wie Gräser auf, welche an aperen Stellen hervortreten. Laut Artikel bevorzugen diese Tiere deshalb und auch wegen der Sonne südexponierte Stellen im Gebirge.

 

 

Neben den Tieren, die auf der Schneedecke leben, gibt es noch viele kleine Säugetiere unterhalb der Schneedecke, wie die Alpenspitzmaus. Diese sind aktiv, fressen Gras und Wurzeln. Laut Artikel im Beobachter Natur verkleinern diese speziell für die Winterzeit Organe und Knochen. Dennoch können die Spitzmäuse durch Feinde, wie den Fuchs gejagt werden, da dieser über ein gutes Gehör und eine gute Nase verfügt.

 

 

Viele Wintersportler sind auch abseits der markierten Wege oder offiziellen Pisten unterwegs. Damit die Wildtiere nicht gestört werden, sollte eine gute Tourenplanung gemacht werden. Am meisten sollte berücksichtigt werden, dass Schutzgebiete nicht betreten werden. Für Tiere sind diese Zonen ein Rückzugsort, an dem sie keinem Stress ausgesetzt sind, denn sonst würden sie wichtige Energie verlieren. Einen kleinen Leitfaden zum Verhalten während der Tour hat naturschutz.ch am 26. Januar. 2012 und zur Planung einer Tour abseits des Weges am 23. Januar 2013 herausgegeben.

 

 

 

Weitere Informationen

Naturschutz.ch vom 26. Januar 2012

Naturschutz.ch vom 23. Januar 2013

Bild Schneehuhn: Ansgar Walk [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons
Bild Schneehase: Michael Haferkamp [CC-BY-SA-2.0-de], via Wikimedia Commons
Bild Murmeltier: Pelz (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Bild: Steinbock: H.sch.57 (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Bild Alpenspitzmaus: Dodoni [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Bild Schneeschuhe: von Nicole Wabersky

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